Bundesliga

Ekkelenkamp: "Ich will mit Toren und Assists wichtig sein"

Hertha BSC: Joker bringen frischen Wind

Ekkelenkamp: "Ich will mit Toren und Assists wichtig sein"

"Es fühlt sich großartig an": Jurgen Ekkelenkamp brachte Hertha BSC frischen Wind.

"Es fühlt sich großartig an": Jurgen Ekkelenkamp brachte Hertha BSC frischen Wind. Getty Images

Wie sehr Pal Dardai der 2:1-Heimsieg gegen Fürth gepackt hatte, war in der Schlussphase nicht zu übersehen. Berlins Coach wütete an der Seitenauslinie, bekam von Schiedsrichter Tobias Stieler die Gelbe Karte gezeigt und konnte sich auch kaum beruhigen, als Sportdirektor Arne Friedrich versuchte, die Situation aufzulösen. Um was es konkret ging? "Das bleibt unser Geheimnis", lächelte Dardai mit einem Pokerface in die "DAZN"-Kamera und schob nach: "Ich habe mich schon bei den Schiedsrichtern entschuldigt. Ich war einen Tick zu aggressiv."

Die vorausgegangenen 88 Minuten hatten Hertha alles abverlangt: Bissige und laufstärke Fürther hielten die Hauptstädter in Schach und ließen lange nicht viel zu. "In der ersten Hälfte waren wir sehr passiv. Wir haben in der Halbzeit einiges geändert", so Dardai, dessen Temperament wohl schon in der Pausenansprache zu spüren war. "Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, was nicht gut gelaufen ist", lächelte Stürmer Davie Selke etwas lausbübisch. "Wichtig war die Reaktion."

Hertha BSC - Vereinsdaten
Hertha BSC

Gründungsdatum

25.07.1892

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Spielersteckbrief Selke
Selke

Selke Davie

Spielersteckbrief M. Richter
M. Richter

Richter Marco

Spielersteckbrief Ekkelenkamp
Ekkelenkamp

Ekkelenkamp Jurgen

Trainersteckbrief Dardai
Dardai

Dardai Pal

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2
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12
Hertha BSC - Termine

Der Joker stechen: Ekkelenkamp trifft nach 87 Sekunden

Eine eben solche musste die "Alte Dame" nach dem 0:1-Rückstand durch einen Foulelfmeter (57.) umso mehr zeigen. "In der zweiten Hälfte haben wir mit Ball ein gutes Spiel gezeigt. Der Wille war da", so Dardai, der auch zugeben musste: "Wir haben gut gewechselt, offensiv- und spielstarke Spieler gebracht."

Ich war ein bisschen unglücklich auf der Bank.

Jurgen Ekkelenkamp

Der BSC-Coach reagierte schon mit Wiederbeginn und brachte mit dem schnellen Dennis Jastrzembski neuen Schwung für die an diesem Abend hochfrequentierte linke Außenbahn (46.). Nach dem Rückstand  reagierte Dardai mit einem Doppelwechsel und lag mit der Hereinnahme von Selke und Ekkelenkamp genau richtig (60.). Nur 87 Sekunden nach seiner Hereinnahme köpfte Letzterer eine Ecke von Trainer-Sohn Marton Dardai zum 1:1 ein. "Es fühlt sich großartig an", so Ekkelenkamp. "Ich war ein bisschen unglücklich auf der Bank, dann aber froh, dass ich reingekommen bin und ein Tor geschossen habe. Beim zweiten bin ich mir nicht sicher, ob es mein Treffer war." War es nicht. Bei der Flanke des in der 68. Minute eingewechselten Marco Richter wirkte Ekkelenkamp zwar irritierend, doch lenkte am Ende Fürths Maxi Bauer den Ball zum 2:1 ins eigene Tor (79.). 

"Wir mussten erst einen Elfmeter herschenken, damit wir uns freispielen", wunderte sich Pal Dardai, bei dem viel Ballast abfiel: "Der Sieg ist wichtig für uns. Jetzt können wir ruhiger arbeiten. Wir haben zum Schluss verdient gewonnen und am Ende permanent Druck gemacht." Das sah auch Selke so: "Kompliment an die Jungs. Auch wie wir das über die Zeit gebracht haben. Wir haben gepresst und alles reingehauen. Das brauchst du,  wenn du ein Spiel in der Bundesliga gewinnen willst."

Boyata und Maolida verschlimmern die Verletzungssorgen

Insbesondere Selke, Ekkelenkamp und Richter dürften sich über ihre Joker-Rolle für ein Startelf-Mandat in der nächsten Woche nachhaltig empfohlen haben. Dann sind die Hauptstädter zu Gast bei RB Leipzig. "Wir wollen auch dort punkten", betont Dardai.

Ekkelenkamp brennt jedenfalls auf einen Startelf-Einsatz. "Ich will für das Team kämpfen und mit Toren und Assists wichtig sein", so der Niederländer. "Er ist ein exzellenter Fußballer", bescheinigte auch Dardai. "Ich habe schon in seinem ersten Training bei der ersten Ballannahme gesagt, dass wir da einen super Spieler haben. Wir werden noch viel Freude an ihm haben. Das heute war der erste Tag."

Wir werden wieder 18 Feldspieler zusammenkratzen.

Pal Dardai

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch, dass Dardai zweimal zwangsläufig wechseln musste: Innenverteidiger Dedryck Boyota schied in der 27. Minute, Offensivspieler Myziane Maolida in der 68. Minute verletzt aus. "Es sind Muskelverletzungen", sagte Dardai. "Wir müssen das erstmal untersuchen, aber es wird wohl nicht für nächste Woche reichen. Wir werden wieder 18 Feldspieler zusammenkratzen."

cru

Bilder zur Partie Hertha BSC - SpVgg Greuther Fürth