Eishockey

Eishockey-Weltverband entzieht Russland die WM 2023

IIHF benennt Ersatzausrichter Ende Mai

Eishockey-Weltverband entzieht Russland die WM 2023

Die Eishockey-WM 2023 wurde Russland entzogen.

Die Eishockey-WM 2023 wurde Russland entzogen. IMAGO/Zink

Der Eishockey-Weltverband IIHF teilte am Dienstag mit, dass Russland die WM 2023 entzogen wird. Dies beschloss der Weltverband auf der Council-Sitzung in Zürich. Wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine habe der Weltverband "Sorge um die Sicherheit und das Wohlergehen aller teilnehmenden Spieler, Offiziellen, Medien und Fans."

IIHF entzog Russland bereits die Junioren-Weltmeisterschaft

Wer das Turnier, das eigentlich vom 5. bis zum 23. Mai 2023 in St. Petersburg stattfinden sollte, nun ausrichten wird, steht noch nicht fest. Der neue Spielort wird in der letzten Woche der diesjährigen Weltmeisterschaft, die in Finnland stattfinden wird, bekanntgegeben.

Bereits zuvor hatte die IIHF Russland die Junioren-Weltmeisterschaft entzogen. Diese sollte ursprünglich ebenfalls 2023 in Omsk und Nowosibirsk stattfinden. Bei beiden Entscheidungen kam der Paragraf 9 der IIHF-Statuten zur Anwendung. Der Rat nannte "erhebliche Bedenken hinsichtlich der sicheren Bewegungsfreiheit von Spielern und Offiziellen" als Grund.

Ursprünglich sollte erst zu einem späteren Zeitpunkt über einen möglichen Entzug der Gastgeberrolle Russlands abgestimmt werden. Aber um "eine alternative Austragungsmöglichkeit zu gewährleisten und dem neuen Gastgeber genügend Zeit für die Vorbereitungen zu geben", zog der IIHF-Rat die Entscheidung für die April-Sitzung vor.

Bereits 2021 hat die IIHF Belarus die Rolle als Mit-Ausrichter der WM 2021 entzogen, gespielt wurde dann nur in Lettland. Zudem wurden für das laufende Jahr sämtliche von der IIHF geplanten Veranstaltungen in Russland gestrichen sowie die Nationalmannschaften Russlands und seines Verbündeten Belarus von der anstehenden WM in Finnland (13. bis 29. Mai) ausgeschlossen.

kon, sid