Eishockey

Eishockey-Weltverband entzieht Belarus die Weltmeisterschaft

Für die WM bleibt als Ausrichter derzeit nur Lettland übrig

Eishockey-Weltverband entzieht Belarus die Weltmeisterschaft

De Eishockey-Weltverband IIHF entzog Belarus die Weltmeisterschaften in diesem Jahr.

De Eishockey-Weltverband IIHF entzog Belarus die Weltmeisterschaften in diesem Jahr. picture-alliance

"Wir haben seit vergangenem Herbst einen Plan B", hatte IHF-Präsident René Fasel jüngst erklärt. Auf jeden Fall ein Plan ohne Belarus. Denn der Eishockey-Weltverband hat dem Mit-Ausrichter die Weltmeisterschaft in diesem Jahr entzogen. Das entschied das IIHF-Exekutiv-Komitee nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen am Montag bei einer Videokonferenz. "Es ist sehr bedauerlich, dass wir die gemeinsame Bewerbung von Minsk und Riga zurückziehen müssen", sagte Fasel am Montag. Der Verband will nun prüfen, wie man mit der lettischen Hauptstadt Riga verfahre. Man werde "auch die Möglichkeit eines Wechsels zu einem Format mit nur einer Spielstätte prüfen, um die Sicherheitsvorschriften für COVID-19 und die Reisen der Teams zu erleichtern."

Letztlich ist dieser Schritt in einer sehr sensiblen Lage ohne Alternative gewesen.

DEB-Präsident Franz Reindl

Seit Wochen war der Druck zahlreicher internationaler Politiker auch der Sponsoren auf den Weltverband IIHF gewachsen, Belarus das Turnier wegen der Verstöße gegen die Menschenrechte unter Machthaber Alexander Lukaschenko wieder zu entziehen.

"Letztlich ist dieser Schritt in einer sehr sensiblen Lage ohne Alternative gewesen", ließ DEB-Präsident Franz Reindl in einer vom Verband verbreiteten Stellungnahme am Montag wissen. "Ausrichter Belarus kann die Voraussetzungen nicht garantieren, die notwendig sind, um in diesem Jahr ein würdiger Gastgeber einer Eishockey-WM zu sein."

Die WM hätte vom 21. Mai bis 6. Juni im lettischen Riga und im belarussischen Minsk stattfinden sollen. Die Regierung des EU-Mitglieds Lettland hatte bereits im vergangenen Jahr Druck auf die IIHF und den eigenen Verband gemacht, nicht mit Belarus zusammenzuarbeiten.

nik