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Vier Teams punktgleich: Kampf um Aufstiegsrunde weiter eng

Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord - 17. Spieltag

Eisbachtal, Gonsenheim, Koblenz und Lautern punktgleich: Kampf um Aufstiegsrunde spitzt sich zu

Noch zeichnet sich nicht ab, welche sechs Teams in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord in der Aufstiegsrunde an den Start gehen werden.

Noch zeichnet sich nicht ab, welche sechs Teams in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord in der Aufstiegsrunde an den Start gehen werden. imago images/Markus Endberg

Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord

Fans der TuS Koblenz waren am Samstagnachmittag zwar auf dem Sportgelände in Bingen nicht erlaubt. Dennoch traten einige Anhänger die rund 70 Kilometer weite Strecke in den Süden an und unterstützten ihr Team von außerhalb. Sie sahen durch den Zaun einen 2:0-Erfolg ihrer Mannschaft, die dadurch wieder ein Stückchen näher an die Aufstiegsrunden-Plätze heranrückte. Mandt per Elfmeter und Qenaj per Abstauber, nachdem der Ball zuvor zweimal die Latte küsste, erzielten die beiden Treffer im zweiten Abschnitt. Während die Schängel wie erwähnt ihre Chance auf die obere Tabellenhälfte wahren, kann Hassia immer wahrscheinlicher mit der Abstiegsrunde planen. Der Rückstand auf Platz sechs beträgt mittlerweile sieben Zähler.

Wie Koblenz erledigten auch die Eisbachtaler Sportfreunde ihre Hausaufgaben. Zuhause gegen den Tabellenvorletzten gab es einen 4:0-Sieg. Im ersten Durchgang stellte der FSV Salmrohr die Heimelf vor Probleme, belohnte sich für seine Leistung aber nicht. Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff brachte Jost die Heimelf in Front. Salmrohr gab sich trotz des Rückstands nicht auf und hatte Pech, dass der vermeintliche Ausgleich wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde. Eisbachtal hingegen konzentrierte sich aufs Kontern und hatte damit in der 68. Minute Erfolg. Hannappel traf zum 2:0. Spätestens aber mit der gelb-roten Karte gegen Düpre war der Salmrohrer Widerstand gebrochen und die Partie entschieden. Arnolds und Hesse erhöhten in den letzten zehn Minuten noch zum Endstand. 

Deutlich knapper war die Sache zwischen dem FC Kaiserslautern II und Schlusslicht Emmelshausen, das zunächst durch Gubetini, der eine Unsicherheit von Keeper Otto bestrafte, früh in Führung ging. Shaqiri glich nach einer Viertelstunde jedoch aus. Auch hier ging ein vermeidbarer Fehler der Hintermannschaft voraus. Die Roten Teufel hatten das Geschehen auf dem Spielfeld anschließend weitestgehend im Griff. Trotz vorhandener Chancen wollte der zweite Treffer aber nicht gelingen. Nach dem Pausentee kam Emmelshausen zunächst gefährlicher aus der Kabine. Bonianga hatte die Riesenchance zur erneuten Führung, schlenzte das Leder aber ans Aluminium. Danach verloren die Gäste jedoch völlig den Faden. Kaiserslautern rollte nun Angriff auf Angriff. Es dauerte aber bis zur 72. Minute, ehe Shaqiri mit seinem zweiten Treffer das Ergebnis drehte. Der Endstand hätte in den letzten Minuten durchaus höher ausfallen können, der FCK ließ aber einige gute Gelegenheiten noch liegen. Gemeinsam mit Eisbachtal, Koblenz und Gonsenheim haben die Lauterer nun 23 Punkte auf dem Konto. Der SV Gonsenheim erkämpfte sich gegen den Tabellenzweiten FC Blau Weiss Karbach nämlich ein 2:2, führte bis drei Minuten vor dem Ende sogar mit 2:1, ehe Wilschrey doch noch einmal für Karbach zuschlug. 

Der SV Trier musste sich am Samstagnachmittag mit einem 1:1 begnügen. An der Ausgangslage ändert sich für den souveränen Tabellenführer dadurch freilich erst einmal nichts. Gegen den FV Engers, gegen den man unter der Woche schon aus dem Pokal flog, war erneut nicht alles rosig. Zum einen haderten die Trierer teilweise mit der Leistung des Schiedsrichters, der ein vermeintlich reguläres Tor wegen einer Abseitsstellung zurücknahm. Andererseits sah Debrah, der im Anschluss an eine Ecke in der 12. Minute das 1:0 erzielt hatte, die gelb-rote Karte (39.), nachdem er erst die Ausführung eines Freistoßes unterband und kurz darauf zu motiviert in einen Zweikampf ging. Und dann wäre da noch die Verletzung von Amberg, der nach einem Kopfballduell vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurde. Aber auch auf dem Feld gelang den Gastgebern nicht alles. Nur neun Minuten nach Debrahs Führung glich Gietzen per Foulelfmeter aus. Runkel war von Heinz zuvor gefoult worden. Im Anschluss hatte Trier durchaus seine Möglichkeiten, um wieder in Führung zu gehen, ließ diese aber ungenutzt. In Unterzahl wurde die Heimelf dann kaum mehr gefährlich. Und auch den Gästen fiel offensiv wenig ein. So endete das zweite Aufeinandertreffen in dieser Woche mit einem Remis. Für den FV Engers angesichts der knappen Tabellensituation und über einer Halbzeit mit einem Spieler mehr auf dem Feld eigentlich zu wenig. Mit 25 Punkten liegt der FVE weiterhin auf Rang vier.

Die schlechtesten Karten auf die Aufstiegsrunde hat nach dem 17. Spieltag die SG Mülheim-Kärlich. Diese verlor bei Alemannia Waldalgesheim mit 1:2. Slowik gelang nach zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand, Gräff und Gätz waren für die Gastgeber erfolgreich, nur noch der Anschlusstreffer. Mülheim-Kärlich trennen nun vier Punkte von Platz sechs.

dw