Bundesliga

Eintrachts Russ setzt auf Kräfteverschleiß bei Schalke

Frankfurt: Oczipka ist nach Rippenprellung einsatzfähig

Eintrachts Russ setzt auf Kräfteverschleiß bei Schalke

Sprunggewaltig: Frankfurts Marco Russ, hier rechts gegen Hamburgs Lasogga.

Sprunggewaltig: Frankfurts Marco Russ, hier rechts gegen Hamburgs Lasogga. imago

Die Rotation will Veh nicht einführen, drei Spiele in einer englischen Woche hält der Eintracht-Trainer "für verkraftbar". Marco Russ und David Abraham machten ihre Sache beim 0:0 in Hamburg gut. Und doch: "Ich hätte aber kein Probleme, trotzdem zu wechseln, denn gerade bei diesen drei Spielern sind alle Kombinationen möglich und bei keiner würden wir uns schwächen." Abwehrchef Carlos Zambrano hat sich nach drei angebrochenen Rippen soweit an den Karbonpanzer gewöhnt, dass er im Training keine Einschränkungen mehr zeigt.

Veh ist nicht so euphorisch wie Russ

Nachdem die Eintracht am 3. Spieltag beim VfB Stuttgart (4:1) eine lange Serie ohne Auswärtssieg beendete, keimen Hoffnungen auf, in Gelsenkirchen ebenfalls etwas mitnehmen zu können. "Schalke hatte die letzte Zeit eine höhere Belastung als wir. Am Sonntag beim VfB hat man gemerkt, wie am Ende die Kräfte etwas schwanden. Jetzt haben Sie einen Tag weniger Regeneration. Umso länger wir das Spiel offen halten und umso mehr Druck wir erzeugen können, sehe ich ganz gute Chancen, etwas mitzunehmen", sagte Russ dem kicker. Trainer Veh ist nicht ganz so euphorisch: "Schalke ist Favorit. Sie haben einen deutlich höheren Etat als wir und eine Mannschaft, die oben reingehört." Dass die Eintracht auf Schalke seit 1999 nicht mehr gewonnen hat, lässt Veh trotzdem aufhorchen: "Dann wird es mal wieder Zeit!"

Russ betrachtet die neue Konkurrenz auf der Innenverteidigerposition positiv: "Die letzten Jahre mussten wir so oft die Mannschaft zusammenbauen und Spieler auf Positionen agieren, wo sie eigentlich nicht hingehören. Wir sind froh, dass wir mehr Möglichkeiten haben. Natürlich ist es dann hart, wenn es einen selbst trifft. Aber so ist das Fußballgeschäft." Russ, der in der vergangenen Spielzeit oft auf der Sechs spielte, war bisher hinten gesetzt. "Zurzeit kann ich in der Abwehr meine Stärken besser ausspielen. Aber wenn ich der Mannschaft wieder einmal im Mittelfeld helfen kann, spiele ich natürlich auch da", betont er pfichtbewusst.

Michael Ebert