Bundesliga

Eintracht Frankfurt? Lieblingsgegner des VfL Bochum

Gegen keinen anderen Gegner feierte der VfL so viele Siege

Eintracht? Lieblingsgegner - und Trainer Reis als "kleines Licht"

Bochums Trainer Thomas Reis schwört Cristian Gamboa auf die Eintracht ein.

Bochums Trainer Thomas Reis schwört Cristian Gamboa auf die Eintracht ein. imago images/RHR-Foto

Das Bochumer Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt bildet am Sonntagabend (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker) den Abschluss des neunten Spieltags. Der VfL geht mit dem ausgeprägten Willen ins Rennen, nach dem wichtigen 1:0 in Fürth den dritten Saisonsieg zu feiern. Es wäre das erste Mal seit Anfang 2010, dass Bochum in der Bundesliga zwei "Dreier" hintereinander einfährt.

Bochum ohne Fünf

Die personellen Voraussetzungen dafür sind nicht ideal, aber eben auch nicht niederschmetternd. Immerhin aber stehen mittlerweile fünf Profis nicht zur Verfügung, die in der Aufstiegssaison noch eine wichtige Rolle innehatten.

In Roberts Zulj, den es in die Emirate zog, und Simon Zoller (Kreuzbandriss) fehlen die beiden Top-Schützen der vorigen Saison. Abwehrchef Maxim Leitsch fällt seit dem ersten Spieltag aus, auch Allrounder Herbert Bockhorn, der in der vorigen Saison deutlich aufblühte, steht derzeit nicht zur Verfügung.

Muskuläre Probleme bremsen Tesche aus

Passen muss auch Robert Tesche, der ebenfalls ganz großen Anteil an der Bundesliga-Rückkehr des VfL hatte und von den Fans zum Spieler der Saison gewählt wurde. Mit muskulären Problemen allerdings fällt der Mittelfeldmann gegen die Eintracht aus.

Immerhin aber hielt Cristian Gamboa in Fürth nach seiner Ellenbogen-Operation durch, als sei er nie weg gewesen. Zuversichtlich stimmt Trainer Thomas Reis auch die Entwicklung von Danny Blum, der immer besser ins Rollen kommt, sowie Takuma Asano, der gegen die Eintracht womöglich in der Startelf auftauchen dürfte.

Positive Bilanz gegen die Eintracht

Die Bilanz gegen die Eintracht ist aus Bochumer Sicht übrigens äußerst positiv. In bisher 60 Begegnungen gab es 23 Bochumer Siege, 22 Niederlagen und 15 Unentschieden; gegen keinen anderen Bundesligisten feierte der VfL so viele Siege. Damit sind die Frankfurter einer der vier Klubs, gegen die der VfL eine positive Bilanz ausweist: Neben der Eintracht sind dies noch Hertha BSC, Bielefeld und Greuther Fürth. Hier steht allerdings nur der eine Sieg vom vergangenen Samstag in der Bilanz.

Thomas Reis (re.) 1992 im Dress der Eintracht.

Thomas Reis (re.) 1992 im Dress der Eintracht. imago sportfotodienst

Reis debütierte im Frankfurter Dress

Eine spezielle Geschichte verbindet Trainer Thomas Reis mit der Eintracht, denn im Frankfurter Trikot erlebte er am 4. Oktober 1992 sein Bundesliga-Debüt, als ihn Dragoslav Stepanovic in der Schlussphase der Partie gegen Stuttgart (4:0) einwechselte.

"Ein großes Erlebnis für mich", sagt der Bochumer Coach heute, "zwischen all den Stars war ich damals natürlich ein kleines Licht und hatte nicht viel zu melden. Aber ich konnte immerhin von einigen ganz großen Spielern lernen und habe aus dieser Zeit eine Menge mitgenommen."

Zwischen 1990 und 95 spielte Reis für die Eintracht, zunächst in der Jugend, dann bei den Profis, erlebte 16 Spiele in der Bundesliga und erzielte zwei Tore.

Seine nächste Station im Anschluss an die Zeit bei der Eintracht: der VfL Bochum. Hier blieb Reis als Spieler insgesamt acht Jahre lang.

Oliver Bitter