Bundesliga

Einigung über Havertz-Deal? Leverkusen und das letzte Indiz

Topstar fehlte bei der Leistungsdiagnostik in Leverkusen

Einigung über Havertz-Deal? Das letzte Indiz

Sein Abschied rückt näher: Leverkusens Kai Havertz.

Sein Abschied rückt näher: Leverkusens Kai Havertz. imago images

Ursprünglich sollte Kai Havertz am Sonntag an der Bay-Arena antanzen, stand doch für die Profis von Bayer 04 die obligatorische Leistungsdiagnostik im klubeigenen Trainingszentrum "Werkstatt" auf dem Programm, bei der das aktuelle physische Leistungsbild der Leverkusener Spieler erstellt wird. Ein Prozedere, das vor jeder Vorbereitung, die diesmal für die Werkself am Montag startet, einen bei den Spielern nicht gerade geliebten Standard darstellt.

Doch der 21-Jährige fehlte am Sonntag. In diesen Tagen, an denen alle Verantwortlichen bei Bayer 04, aber auch auf der Spielerseite aussagekräftig schweigen, ist dies als ein klares und vielleicht auch letztes Indiz zu werten, dass der Wechsel des Nationalspielers zum FC Chelsea unmittelbar bevorsteht.

Schließlich hatte der Offensivakteur am Freitag und am Samstag noch die beiden Corona-Tests in Leverkusen genauso wie seine Noch-Teamkollegen absolviert. All diese Tests waren negativ ausgefallen, und es gab auch keine gesundheitsbedingten Absenzen. Auch dass Havertz am Montag zur Nationalmannschaft reist, kann kein Grund für sein Fehlen sein. Schließlich absolvierte Jonathan Tah, der ebenfalls zum DFB-Aufgebot gehört, am Sonntag alle Tests.

Leverkusen verzichtet auf das Signal

Wie auch Kevin Volland - und über dessen Wechsel zur AS Monaco sind sich beide Klubs sogar bereits einig. Einzig der Medizincheck in Monaco, voraussichtlich am Dienstag, steht noch aus. Havertz' Fehlen, für das es auf Anfrage keine schlüssige Antwort gab, deutet also darauf hin, dass beide Klubs, Bayer 04 und der FC Chelsea, unmittelbar vor einer Übereinkunft stehen. Wäre dem nicht so, hätten die Bayer-Verantwortlichen nämlich rein aus verhandlungstaktischen Gründen dafür sorgen müssen, dass Havertz zur Leistungsdiagnostik erscheint. Damit hätte man Chelsea ein klares Signal senden können, dass man weiterhin davon ausgeht, dass Havertz auch künftig für Bayer 04 spielen könnte.

Dass man auf dieses Zeichen der Stärke verzichtete, lässt nur darauf schließen, dass ein solcher Schachzug im Poker um die Ablöse für den Topstar nicht mehr vonnöten war. Sonst hätte man es aus Leverkusener Sicht schlicht setzen müssen. Die offizielle Einigung über die Ablöse, die sich im Gesamtpaket von fixer Zahlung und Boni auf etwa 100 Millionen Euro belaufen wird, dürfte somit unmittelbar bevorstehen.

Stephan von Nocks

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