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Eine Woche mehr: Der Spielplan der NFL wird erweitert

Einigung auf 17 Spieltage steht bevor

Eine Woche mehr: Der Spielplan der NFL wird erweitert

Aus 16 werden 17 Wochen voller Football-Action: Die Regular Season der NFL wird ausgeweitet.

Aus 16 werden 17 Wochen voller Football-Action: Die Regular Season der NFL wird ausgeweitet. imago images

Was der für gewöhnlich gut informierte Insider Adam Schefter am Sonntag berichtet hatte, wurde nun bestätigt: Die NFL hat zum ersten Mal seit 1978 ihr Format verändert und wird in der kommenden Saison wie erwartet 17 statt bislang 16 Hauptrundenspieltage austragen. Das teilte die National Football League nach einer Sitzung der Teambesitzer am Dienstag mit.

Die Zahl der Vorbereitungsspiele je Mannschaft wird im gleichen Schritt von vier auf drei reduziert. Hintergrund der Entscheidung sind die zusätzlichen Einnahmemöglichkeiten durch ein weiteres Hauptrunden-Spiel - gerade in Verbindung mit dem neuen Bombast-TV-Deal, der der Liga Berichten zufolge Einnahmen von mehr als zehn Milliarden US-Dollar pro Saison einbringen soll.

Rodgers und Sherman sind Kritiker

Unter den aktiven Spielern dürfte diese Meldung dagegen kein "Hurra" auslösen. Denn Akteure wie Quarterback Aaron Rodgers (Green Bay Packers) oder Cornerback Richard Sherman (zuletzt San Francisco 49ers, derzeit auf dem Markt) haben sich erst Anfang 2020 wiederholt kritisch gegenüber einer Spielplanserweiterung gezeigt. Schließlich steige damit aus deren Sicht das Verletzungsrisiko in dieser ohnehin harten Sportart noch weiter. "16 Spiele waren für mich nie etwas, das verhandelbar war", hatte Rodgers etwa geschrieben. Shermanns Ansicht dazu: "Gesundheit und Wohlbefinden ist immer der wichtigste Aspekt. Es gibt keinen Preis, den sie dafür zahlen können - und deshalb habe ich mit 'Nein' gestimmt."

Die andere Seite der Medaille

Teams und auch viele Spieler haben sich allerdings immer wieder auch klar für eine weitere Week ausgesprochen, zumal ein Vertragsentwurf der NFL zu diesem Thema 2020 bereits mit 17:14 Stimmen von den Spielervertretern der 32 Klubs angenommen worden war (es hatte eine Enthaltung gegeben). Hintergrund sind mögliche Kompromisse mit den Profis, es dürfte etwas mehr "Kuchen" geben gerade für Akteure, die nicht lange Teil der Liga sind oder eventuell schnell unters Raster fallen: Unter anderem würden die garantierten Gehälter sowie die Minimal-Verträge der Athleten ansteigen. Außerdem fordern die Spieler wohl erhöhte Maßnahmen zur Verletzungs-Prävention und Vorteile für Spieler im Practice Squad.

mag/dpa

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