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Eine "schlimme" Division und ein Top-Trainer: 11 Sätze zur vierten NFL-Woche

Best of NFL 2020 - Week 4

Eine "schlimme" Division und ein Top-Trainer: 11 Sätze zur vierten NFL-Woche

Erst im zweiten NFL-Jahr seiner Trainerlaufbahn - und schon äußerst erfolgreich: Packers-Coach Matt LaFleur (40).

Erst im zweiten NFL-Jahr seiner Trainerlaufbahn - und schon äußerst erfolgreich: Packers-Coach Matt LaFleur (40). imago images

1. Die New York Giants und Jets aus der Stadt der Niederlagen, die Atlanta Falcons und die Houston Texans sind die einzigen vier Teams ohne einen einzigen Saisonsieg - bei letzterer Mannschaft sorgte dies direkt für die erste Trainerentlassung dieser Saison (Bill O'Brien).

2. Auf der anderen Seite gibt es ganze sechs Teams, die mit einer perfekten Bilanz schon jetzt durchaus an Play-off-Football im neuen Jahr glauben dürfen - die Tennessee Titans, Pittsburgh Steelers, Kansas City Chiefs, Buffalo Bills, Seattle Seahawks und Green Bay Packers.

3. Apropos Packers: Neben herausragenden Auftritten von Aaron Rodgers überzeugt vor allem der erst 40-jährige Head Coach Matt LaFleur, der in seinem erst zweiten NFL-Jahr mit seinem ansehnlichen Offensivkonzept auf die tolle Bilanz von 17:3 kommt (seit 1930 haben dies nur George Seifert 1989 und 1990 mit 18:2 sowie Paul Brown 1950 und 1951 mit 17:3 erreicht).

4. Hohn und Spott müssen sich dieser Tage Anhänger von Teams aus der NFC East gefallen lassen, weil dort die Philadelphia Eagles mit ihrem jüngsten 25:20 in San Francisco mit der mageren Bilanz von 1:2:1 das Tableau in der schon seit Jahren schwächelnden Division vor Dallas, Washington und New York als Erster (!) anführen.

5. Ganz besonders die Fans der Cowboys bekommen aktuell so einiges Belächelndes zu hören, was Gründe hat: Die Texaner liefern zwar reihenweise offensiv starke Zahlen ab, doch weil die Abwehr akut schwächelt, hat Quarterback Dak Prescott trotz jeweils über 450 Passing Yards beide letzte Spiele in den Sand gesetzt (das ist vor ihm noch keinem Spielmacher passiert).

6. Verkehrte Welt: Während die Chargers, Jaguars und das Washington Football Team nach 1:0 inzwischen bei 1:3 stehen, haben sich die Colts, Buccaneers und Browns nach 0:1 auf 3:1 verbessert.

7. Gerade in Cleveland sorgt der dritte Sieg in Serie (49:38 in Dallas dank großartiger Leistung von Odell Beckham Junior) für große Freude, ist das Team doch erstmals seit 2001 mit 3:1 gestartet.

Odell Beckham Junior steht mit den Cleveland Browns bei 3:1-Siegen.

Starke Leistung beim dritten Sieg in Serie: Odell Beckham Junior hat beim Gastspiel in Dallas mit den Kollegen gefeiert. imago images

8. In Tampa Bay freut sich die Anhängerschaft derweil ausgelassen über die jüngste Leistungsexplosion vom sechsmaligen Super-Bowl-Sieger Tom Brady, der beim 38:31 über die Los Angeles Chargers zum ältesten Spieler der NFL-Historie mit fünf Touchdown-Pässen in einem Spiel geworden ist (43 Jahre).

9. In Cincinatti wurde ebenfalls der Spielmacher gefeiert: Joe Burrow (23), First-Overall-Pick der Bengals im diesjährigen Draft, erreichte beim 33:25 gegen die Jacksonville Jaguars mit 300 Yards und einem Touchdown (eine Interception) seinen ersten NFL-Sieg.

10. Die Kansas City Chiefs, der amtierende Super-Bowl-Champion um Head Coach Andy Reid und "Raketenarm" Patrick Mahomes, gewannen ihr Heimspiel gegen ein defensivstarkes New England ohne den nach positivem Coronatest in häuslicher Quarantäne befindlichen Cam Newton mit 26:10 - und starteten somit als erstes Team der bisherigen NFL-Geschichte in vier Spielzeiten hintereinander mit 4:0.

11. Beim 10:26 in Kansas City erlaubte sich der Angriff der Patriots um die beiden Ersatz-Quarterbacks Brian Hoyer und Jarrett Stidham gleich vier Turnover (ein Fumble, drei Interceptions) - so viele wie seit 137 Spielen und damit seit 2012 nicht mehr.

mag

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