3. Liga

"Niederlage, die sehr weh tut": Kaisersautern enttäuscht beim Auftakt

Kapitän Sickinger ärgert sich über mangelnde Durchschlagskraft

"Eine Niederlage, die sehr weh tut": Lautern enttäuscht beim Auftakt

FCK

Frust beim Saisonauftakt: Der FCK hat das Heimspiel gegen Dynamo Dresden 0:1 verloren. imago images

"Eine der Top-Mannschaften" will der FCK in der neuen Drittliga-Saison sein. So hatte es Cheftrainer Boris Schommers im Zuge der Vorbereitung erklärt. Dass seinem Team dafür aber noch ein Stück fehlt, offenbarte der durchwachsene Saisonauftakt gegen Dynamo Dresden, den die Pfälzer mit 0:1 verloren haben. Und das, obwohl die Lauterer nach Monaten mal wieder auf die traditionell wichtige Anfeuerung von den Rängen setzen konnten, auch wenn nur 4150 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion dabei waren (4980 wären erlaubt gewesen). Und trotz einer mehr als 45-minütgen Überzahl, die die Pfälzer aber lediglich in viel Ballbesitz, aber wenig Chancen ummünzten.

Wir sind spielerisch so gut, dass uns eigentlich keine Mannschaft schlagen kann, außer wir selbst.

Carlo Sickinger

Als Sebastian Mai die Gäste aus Dresden bereits in Führung gebracht hatte, war ausgerechnet Paul Will bei seiner Rückkehr nach Kaiserslautern mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Mit einem Mann mehr präsentierte sich der FCK in der zweiten Hälfte aber trotzdem fahrig, ideen- und vor allem äußerst harmlos, trotz ständiger Präsenz in Dresdens Hälfte. "Wir haben eigentlich nur noch in eine Richtung gespielt. Aber wir haben keinen Druck mehr entwickeln können, zu wenig Druck in der Box gemacht, sind bei Flanken nicht an den Ball gekommen, haben zu wenig Zwingendes kreiert", zählte Kapitän Carlo Sickinger schonungslos auf. "Das ist eine Niederlage, die sehr weh tut."

Das Standard-Gegentor sorgt für Frust

Dabei ist Sickinger von den eigenen Stärken überzeugt. "Wir sind spielerisch so gut, dass uns eigentlich keine Mannschaft schlagen kann, außer wir selbst", betonte der 23-Jährige, der aber umso mehr auch mit der Entstehung des einzigen Tores in der 18. Minute haderte. Nach einer Ecke hatte Torhüter Avdo Spahic noch einen Querschläger von Kevin Kraus entschärft, den Abpraller drückte SGD-Kapitän Mai jedoch über die Linie. "Bis auf das Gegentor, wo wir leider wieder bei einer Standardsituation schlafen, sind wir eigentlich die bessere Mannschaft und haben das Spiel im Griff", so Sickinger.

Ähnlich sah das auch Sturm-Neuzugang Marvin Pourié ("Ich glaube nicht, dass man uns heute heulen sehen wird"), der wie Sickinger nicht mit Selbstkritik sparte. "Wir müssen galliger werden und müssen uns viel cleverer anstellen, gerade in so einer Überzahl-Situation", betonte die Leihgabe vom Karlsruher SC, der trotz positiver Ansätze verlangte: "Wir dürfen nicht in Schönheit sterben."

Schommers macht seinem Team keinen Vorwurf

Sanften Widerspruch bekam Pourié von seinem Trainer Boris Schommers. "Ich finde nicht, dass wir in Schönheit gestorben sind. Wir hätten hinten raus ein Unentschieden verdient gehabt", befand der gebürtige Leverkusener. Er vermisste den "letzten Biss oder eben den Raum", wollte der Mannschaft aber ausdrücklich keinen Vorwurf machen: "Sie hat alles versucht. Wir haben es in der zweiten Hälfte über alle Mittel versucht."

pau

Das sind die Drittliga-Kapitäne der neuen Saison