Europa League

Eine "Katastrophe": Streich spricht über die Verletzungen von Sallai und Philipp

Freiburger haben "nicht das gemacht, was wir besprochen haben"

Eine "Katastrophe": Streich spricht über die Verletzungen von Sallai und Philipp

Christian Streich schaut sorgenvoll auf die nächsten Wochen.

Christian Streich schaut sorgenvoll auf die nächsten Wochen. picture alliance/dpa

Der SC Freiburg zeigte in der Europa League bei Backa Topola zwei Gesichter. Die erste Hälfte agierte der Sport-Club schläfrig und lag nach einem weiten Ball früh mit 0:1 zurück. "Wir haben nicht das gemacht, was wir besprochen haben", sagte Christian Streich bei RTL. Das Gegentor bezeichnete der Coach gar als "furchtbar". Die "ballferne Seite" habe seine Elf gar nicht beobachtet und so schlich sich im Rücken von Ritsu Doan und Matthias Ginter der aufgerückte Nemanja Petrovic nach vorne und traf nach Sasa Jovanovics Flanke, der nach einem langen Ball von Manuel Gulde nicht aufgehalten worden war, zur frühen Führung für die Serben.

Freiburg zeigt Charakterstärke

Die Mannschaft habe dann aber "diszipliniert weiter gespielt", traf noch vor der Pause aus Abseitsposition (Lucas Hölers Treffer zählte nicht) - und drehte nach der Pause noch mehr auf. "Wir haben charakterlich sehr, sehr gute Jungs, die kritikfähig sind", meinte Streich und verwies darauf, dass man innerhalb des Teams "Dinge auch ganz klar ansprechen" könne. "Da wird dann nicht abgewunken oder irgendwie gedacht, 'lass ihn reden'", führte der SC-Trainer aus und ergänzte: "Wir besprechen es dann gemeinsam - und dann machen sie es in der zweite Hälfte besser, das ist toll." 

Vor allem ein Spieler drehte ordentlich auf. Vincenzo Grifo sorgte mit einem Hattrick am Ende für den 3:1-Auswärtssieg. Auch deshalb war Streich am Ende "sehr zufrieden, dass wir das Spiel gedreht haben". Durch die zeitgleiche Niederlage von West Ham (1:2 bei Olympiakos) sind die Freiburger in Gruppe A nun punktgleich mit den Londonern.

Verletzungsupdates bei Sallai und Philipp

Nachwirken wird in Freiburg aber die erste Hälfte, denn dort verlor der Sport-Club früh zwei Spieler aus der offensiven Dreierreihe - und muss womöglich auf beide länger verzichten. Der formstarke Roland Sallai musste bereits in der 23. Minute mit dick bandagiertem linken Oberschenkel vom Feld, später fiel Maximilian Philipp nach einem Luftzweikampf auf die rechte Schulter und musste ebenfalls noch vor dem Seitenwechsel runter (45.+1).

Sallai sagte nach der Partie, dass er einen "Stich im Oberschenkel" gespürt habe. Streich vermutete einen Muskelfaserriss mit einer entsprechenden Ausfallzeit von "drei bis vier Wochen", das sei eine "Katastrophe". 

Etwas unklarer ist die Lage bei Philipp, der den Arm in einer provisorischen Schiene hatte. Beide Spieler werden schon am Freitag nach Hause fliegen für MRT- und Röntgenuntersuchungen, die weiteren Aufschluss bringen sollen. "Das ist nicht gut für das, was auf uns zukommt", schloss Streich mit Blick auf die kommenden Englischen Wochen.

Der Rest der Mannschaft regeneriert am Freitag und trainiert noch vor der Rückreise am Samstag in Novi Sad. Dann geht es direkt nach Köln weiter, bevor am Sonntag (17.30 Uhr) das schwere Auswärtsspiel bei Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen ansteht. Dort stehen Streich dann womöglich zwei Optionen in der Offensive weniger zur Verfügung.

sts, CSL

TSC BACKA TOPOLA vs FREIBURG fudbaler TSC Backa Topola na utakmici UEFA Lige Evropa protiv Frajburga na stadionu TSC arena, Backa Topola 26.10.2023. godine Foto: Fudbal, TSC Backa Topola, UEFA Liga Evropa, Frajburg Backa Topola TSC Arena Serbia Copyright: xMarkoxMetlas xMNxPressx

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