Bundesliga

Biostatiker als Schlüsselfigur: Marco Reus steht beim BVB vor Comeback

BVB-Kapitän soll am Montag gegen Rotterdam spielen

Ein Biostatiker als Schlüsselfigur: Reus steht vor Comeback

Wieder im Kreise der Kollegen und mit einem Lächeln auf den Lippen: BVB-Kapitän Marco Reus (Mitte).

Wieder im Kreise der Kollegen und mit einem Lächeln auf den Lippen: BVB-Kapitän Marco Reus (Mitte). imago images

Der Test gegen den Eredivisie-Klub an diesem Montag (17 Uhr, LIVE! bei kicker) wird für Reus ein einschneidendes Ereignis: Nach sieben Monaten oder 216 Tagen Pause meldet sich der Kapitän der Borussia zurück.

"Alle haben mit ihm gefiebert, alle haben mit ihm gelitten", blickte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl zurück, "jetzt ist er wieder in einer richtig guten Verfassung." Der letzte Einsatz datiert vom 4. Februar, das 2:3 im Pokal gegen Werder Bremen. Reus sei seitdem "sehr viel reifer" geworden, stellte Kehl fest. Damit ist wohl gemeint: Reifer im Umgang damit, dass er in seiner Laufbahn schon so oft angeknockt war, wenn ihm sein Körper die Gefolgschaft verweigert hat, und sicherer in dem Gefühl, was sein Körper braucht, um erneut Topniveau zu erreichen.

Den Durchbruch bei dem überaus komplizierten Heilungsverlauf, man könnte auch von einer Befreiung sprechen, erzielte Reus bei Biostatiker Ralph Frank, der in Unterhaching das Physiotherapiezentrum Moterium betreibt. "Die neue, konservative Therapie schlug gut an", stellte Sportdirektor Michael Zorc fest, der Reus seitdem im Training "kernig, mit einer anderen Körpersprache" erlebte, "das sah richtig gut aus".

Dass Ottmar Hitzfelds alte These, nach der die Rückkehr auf das vormalige Leistungsniveau so lange wie die Rehazeit dauere, bei Reus noch Gültigkeit besitzt, kann sich Zorc indes nicht vorstellen. "Marco hat das schon öfter außer Kraft gesetzt", sagt der Sportdirektor, "Marco ist relativ schnell wieder da und bringt Leistung." Druck hat Reus nicht. Coach Lucien Favre kann das Zentrum auch mit Giovanni Reyna prima besetzen. Am Montag feiert zudem Sommer-Neuzugang Reinier seine Premiere im BVB-Dress.

Thomas Hennecke/msc

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