Bundesliga

Ein Schuss, ein Tor: Nmecha meldet sich auf dem Trainingsplatz zurück

Ein Rückkehrer und drei Fehlende beim Wolfsburger Trainingsstart

Ein Schuss, ein Tor: Nmecha meldet sich auf dem Trainingsplatz zurück

Bald nicht mehr in Zivilkleidung unterwegs: Lukas Nmecha.

Bald nicht mehr in Zivilkleidung unterwegs: Lukas Nmecha. picture alliance/dpa

Er kam ein paar Minuten nach den Kollegen auf den Rasen, trainierte auch noch nicht mit ihnen zusammen, und doch dürfte Lukas Nmecha der glücklichste Wolfsburger gewesen sein am Donnerstag auf dem VfL-Trainingsplatz. Der potenzielle Stürmerstar läuft wieder. Nach einem Handschlag mit Trainer Niko Kovac begab sich der 25-Jährige auf seine ersten Laufrunden an der frischen Luft, arbeitet nun mit Rehatrainer Michele Putaro an den nächsten Schritten auf dem langen Weg zurück in die Bundesliga.

Große Teile der vergangenen Saison hatte Nmecha wegen einer Patellasehnen-Verletzung bereits verpasst, nach seinem Kurzcomeback im August beim Pokalspiel bei Makkabi Berlin (6:0) musste er dann operiert werden. Nun ist er zurück auf dem Übungsplatz. Und mit ihm die Hoffnung, dass der Angreifer in der Rückrunde noch eine Hilfe sein kann für den in dieser Saison strauchelnden VfL.

Nmecha reist mit ins Trainingslager nach Portugal

Nmecha drehte seine Runden, machte ein paar Steigerungsläufe und zeigte in einem Moment, wie sehr es in seinen Füßen kitzelt. Als ein Ball vor dem Tor lag, drosch er ihn mit seinem rechten Fuß in die Maschen. Wann er in der Bundesliga wieder dabei ist, ist noch offen. Die nächsten Schritte sind aber geplant. Der Torjäger wird am kommenden Dienstag mit ins Trainingslager nach Portugal reisen, soll an der Algarve weiter an der Rückkehr arbeiten, vielleicht kann er schon im Februar wieder eingreifen.

Viel Zeit bleibt nicht, um sich die Träume für 2024 zu erfüllen. Die EM im Sommer hat der siebenmalige Nationalspieler aber noch nicht abgeschrieben. Im Oktober hatte er gesagt: "Ich muss halt gut starten." Um dann möglichst schnell Bundestrainer Julian Nagelsmann von seinen Qualitäten zu überzeugen.

Nur im Pokal standen Wind und Nmecha gemeinsam auf dem Rasen

Auch der VfL wird hoffen, dass Nmecha möglichst schnell funktioniert, ohne ihn dabei unter Druck setzen zu wollen. Und doch sind die Pläne, mit Jonas Wind und Nmecha zwei Toptorjäger in den eigenen Reihen zu haben, bislang nicht von großer Gemeinsamkeit der beiden Angreifer geprägt.

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In der vergangenen Saison standen sie ganze 35 Minuten gemeinsam auf dem Rasen, in dieser Spielzeit bildeten sie nur beim Saisonauftakt im Pokal gegen den Oberligisten aus Berlin den Wolfsburger Doppelsturm. Kurz vor der Pause musste Nmecha schwerverletzt vom Feld - das Ende der torreichen Träume. Seither liegt die Last des Toreschießens hauptsächlich auf Winds Schultern, mit neun Ligatreffern ist er mit Abstand der gefährlichste VfL-Spieler.

Sarr, Wimmer und Rogerio fehlen beim Auftakt

Dahinter wird es dünn im VfL-Kader. Amin Sarr war im Sommer als Reaktion auf die Nmecha-Verletzung von Olympique Lyon ausgeliehen worden, der Schwede spielt sportlich bislang aber keinerlei Rolle. Lediglich in fünf Spielen kam er zum Einsatz, verletzte sich dann vor rund einem Monat am Knie - und fehlte auch noch beim Trainingsauftakt auf dem Rasen. Ob und wann der 22-Jährige zurückkehrt, ist offen.

Zuletzt gab es bereits Gerüchte über ein vorzeitiges Ende der Leihe in diesem Winter. Ebenfalls nicht zu sehen waren am Donnerstag Patrick Wimmer (nach Syndesmoseriss) sowie der Brasilianer Rogerio, der am letzten Spieltag vor der Pause gegen den FC Bayern (1:2) als Einwechselspieler überzeugt hatte (kicker-Note 2,5). Auch den Linksverteidiger sollen Knieprobleme plagen, eine ernsthafte Verletzung soll aber nicht vorliegen.

Thomas Hiete

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