2. Bundesliga

Werder-Stürmer Füllkrug erklärt die Harmonie mit Ducksch

Werder-Angreifer zieht Vergleich mit Harnik

"Ein Geben und Nehmen": Füllkrug erklärt die neue Harmonie mit Ducksch

Niclas Füllkrug (re.) und Marvin Ducksch harmonieren mittlerweile prächtig.

Niclas Füllkrug (re.) und Marvin Ducksch harmonieren mittlerweile prächtig. imago images/Kirchner-Media

Das war nicht zu jedem Zeitpunkt der bisherigen Saison so, wie Niclas Füllkrug am Mittwoch durchblicken ließ. Ducksch wurde zwar erst relativ spät in der Sommer-Transferperiode verpflichtet, kam Ende August von Hannover 96, doch dadurch verlor Füllkrug zunächst seinen Stammplatz als Werders Angreifer Nummer eins, saß sechsmal in Folge auf der Bank. "Als er neu ankam, haben wir relativ viel miteinander geredet", so Füllkrug, "ich schätze an ihm, dass er sehr ehrlich ist und geradeaus sagt, was er denkt. Und so ein Typ bin ich auch. Dementsprechend haben wir uns schon gesagt, wenn etwas nicht so gepasst hat." Redebedarf gab es offenbar hier und da. Auch Ducksch sprach Anfang Dezember von einer Art Aussprache zwischen den beiden Stürmern.

"Schlagzeilen sind nicht Sinn der Sache"

Inzwischen hat dieser offene Umgang miteinander so einiges bewirkt. Dem Duo darf ein beträchtlicher Anteil am Höhenflug von Werder zugeschrieben werden: Füllkrug kommt auf sechs Tore und fünf Assists seit jenem 12. Spieltag, Ducksch auf fünf Treffer und vier Assists. "Wir sind momentan die, die vorne ein bisschen absahnen und damit die Schlagzeilen bekommen. Aber das soll nicht Sinn der Sache sein", betont Füllkrug: "Ich bin einfach froh darum, dass wir aktuell so mutig nach vorne spielen."

Spielersteckbrief Füllkrug
Füllkrug

Füllkrug Niclas

Spielersteckbrief Ducksch
Ducksch

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Trainersteckbrief Werner
Werner

Werner Ole

Der 28-Jährige erklärt, dass sich beide Bremer Angreifer "einfach sehr gut aufeinander abgestimmt" haben: "Es ist ein Geben und Nehmen. Wenn man als Stürmer immer nur nehmen will, funktioniert das nicht in der Mannschaft." Es würden sich immer mal Situationen ergeben, wo "der eine mal mehr für den anderen" arbeiten muss, so Füllkrug, "da sind wir uns beide nicht zu schade für". Und er sei Ducksch in gewisser Weise auch "dankbar, dass er das mit mir so angegangen ist", denn nicht in jedem Verein würde es funktionieren, dass zwei "selbstbewusste Stürmer mit einem gewissen Status" derart harmonieren.

Ein Sturmpartner tut Füllkrug gut

Füllkrug ist überzeugt, dass das Werder-System mit zwei Angreifern im Vergleich zu den Partien vor dem 12. Spieltag, als nur eine zentrale Spitze in der Aufstellung vorgesehen war, zu quantitativ und qualitativ aussichtsreicheren Abschlussaktionen führt - weil sich andere Spielertypen nie so offensiv positionieren würden "wie zwei Stürmer", erklärt der Mann aus der Werder-Jugend. Und als solcher sie es "einfach schön, einen Partner zu haben".

Erinnert fühlt sich Füllkrug aktuell an seine Zeit bei Hannover 96, als er mit Martin Harnik ebenfalls ein erfolgreiches Duo gebildet hatte. "Er ist ein ähnlicher Spielertyp. Beide haben den Instinkt für eine gute Situation, für einen guten Abschluss." Und dann sei da noch die persönliche Ebene, die ihn mittlerweile mit Ducksch verbindet: "Ich mag ihn auch menschlich sehr gerne, er ist ein cooler Typ. Ich hoffe einfach, dass es so weitergeht."

Tim Lüddecke

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