Bundesliga

Bundesliga, 29. Spieltag: Warum Adi Hütter sich selbst frei geben kann

Überblick: Das bringt der 29. Spieltag

Ein Duell der Teilzeitkräfte - und warum Hütter sich selbst frei geben kann

Zwei Trainer im Fokus: Friedhelm Funkel (li.) und Adi Hütter.

Zwei Trainer im Fokus: Friedhelm Funkel (li.) und Adi Hütter. imago images

Sorgt Hütter für freie Wochen-Abende bei sich selbst?

22 Spieler auf dem Platz, europäische Ränge auf dem Spiel - und doch dreht sich beim Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt am Samstagnachmittag vorab alles um einen Mann. Den, der gerade noch die SGE trainiert und bald die Borussia. Der sein aktuelles Team mit einem Sieg ganz nah heran an die erste Champions-League-Teilnahme bringen würde und sein künftiges ein Stück weiter weg von allen europäischen Wettbewerben. Gibt sich Adi Hütter also möglicherweise selbst frei für die Donnerstagabende der nächsten Saison?

Ein Spitzenspiel, über das kaum jemand redet

A propos Gesprächsstoff: Den produziert der FC Bayern momentan im Überfluss. Und in noch raueren Mengen als sonst schon der Fall in München. Vor lauter Salihamidzic, Flick, Nagelsmann und Paris gerät da fast in den Hintergrund, dass am Samstag ein absolutes Spitzenspiel auf dem Programm steht - und der mutmaßlich letzte große Stolperstein in Richtung Meisterschaft. Ein Punktverlust beim Tabellendritten in Wolfsburg, und der Rekordmeister wäre womöglich noch um ein weiteres ungeliebtes Thema reicher.

Gegensätzliche Philosophien in Freiburg

Außerdem am Samstagnachmittag: Union Berlin und der VfB Stuttgart treffen im direkten Duell um den Platz in einem Wettbewerb aufeinander, in den Max Kruse gar nicht will. Arminia Bielefeld will den Aufwärtstrend bestätigen und könnte mit einem Auswärtssieg auch den Gegner aus Augsburg noch einmal in den Abstiegskampf hineinziehen - und in Freiburg kommt es zum Duell gegensätzlicher Philosophien: Der SC hatte seit 1993 vier verschiedene Cheftrainer, Schalke 04 kommt auf die gleiche Anzahl - in dieser Saison.

Duell der Teilzeitkräfte im Derby

Die Pandemie hat schon so einiges aus Menschen gemacht. Aus manchen werden Hobby-Virologen, aus manchen Brotbäcker - und aus manchen sogar Bundesliga-Trainer. Eigentlich wollte Friedhelm Funkel nicht mehr an der Seitenlinie stehen. Jetzt tut er es aber doch wieder, weil er seine erhofften Freiheiten im Ruhestand eben doch nicht genießen konnte wie erhofft - und jetzt wieder "Lust verspürt", Feuerwehrmann zu spielen. In sechs Spielen soll er den 1. FC Köln vor dem Abstieg retten. Die Mission beginnt ausgerechnet mit dem Derby am Samstagabend bei Bayer 04 Leverkusen, deren Trainer Hannes Wolf ja bekanntlich auch nur bis Saisonende bleiben soll. Aber dass sich das auch noch verändern kann, wird Funkel am besten wissen.

Erst City, jetzt Werder - und das Bangen vor der "Nahtoderfahrung"

Harter Cut für Borussia Dortmund: Nach dem Kräftemessen mit einem der formstärksten Teams Europas geht es für den BVB nun gegen Werder Bremen, das vielleicht formschwächste Team der Bundesliga. Die vergangenen vier Spiele hat Werder allesamt verloren, der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist geschmolzen. Bremen, Relegation - da war doch was? Clemens Fritz, Leiter Profifußball bei Werder, hofft jedenfalls, dass eine erneute "Nahtoderfahrung erspart bleibt". Ein überraschender Auswärtssieg in Dortmund wäre jedenfalls gleichzusetzen mit einem klar vernehmbaren Pulsschlag.

Quarantäne bei Hertha: Kampf pur im Keller verschoben

Eigentlich hätte das Duell des 14. aus Mainz gegen den 15. aus Berlin en Spieltag am Sonntagabend abschließen sollen. Doch nachdem wegen mehrerer Corona-Fälle das komplette Team von Hertha BSC in Quarantäne geschickt werden musste, sagte die DFL die Partie am Freitagmittag ab. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

mib