Bundesliga

"Ein doofes Gegentor": Leipzig abermals sieglos in Frankfurt

Auch im sechsten Gastspiel noch kein Dreier

"Ein doofes Gegentor": Leipzig abermals sieglos in Frankfurt

Punktgarant: Joker Yussuf Poulsen brachte RB Leipzig in Frankfurt zumindest noch einen Punkt ein.

Punktgarant: Joker Yussuf Poulsen brachte RB Leipzig in Frankfurt zumindest noch einen Punkt ein. imago images

Ein einfacher langer Ball von Evan Ndicka hatte die Abwehr der Leipziger kurz vor der Pause komplett auf dem falschen Fuß erwischt: Dayot Upamecano hatte sich verschätzt, Angelino zu behäbig agiert - und Aymen Barkok kurz darauf nach guter Brustannahme souverän zum 1:0 vollendet (45. Minute). "Wir haben ein doofes Gegentor bekommen, dann läufst du natürlich hinterher", wusste RB-Stürmer Yussuf Poulsen. Im Gespräch mit "Sky" sagte der dänische Joker auch noch: "Wir hätten gerne mehr Punkte mitgenommen. Und mit ein bisschen mehr Glück machen wir vielleicht noch das 2:1."

Was Poulsen damit meinte? Er selbst besorgte nach Wiederbeginn mit einer eleganten Direktabnahme das 1:1 (57.). Kurz vor Schluss scheiterte der Angreifer außerdem an Keeper Kevin Trapp (88.), wäre also fast noch zum Matchwinner geworden.

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Zu wenig? Nagelsmann nicht enttäuscht

So aber mussten die Sachsen mit einem Remis leben - und zugleich mit zwei bitteren Erkenntnissen: Einerseits verlängerte sich die Auswärtsmisere in Frankfurt (zwei Bundesliga-Niederlagen, drei Remis, eine Pleite im DFB-Pokal), andererseits nutzte das Team von Julian Nagelsmann den Ausrutscher von Meister Bayern München (1:1 gegen Bremen) nicht aus. Denn mit einem Dreier wäre RBL ebenfalls bei 19 Punkten gelandet und damit gleichauf mit dem FCB an der Spitze gewesen.

"Man kann bei uns im Vergleich zur Vorsaison einen guten Schritt nach vorne sehen", fand allerdings Coach Nagelsmann nach Spielschluss und wollte derweil nicht von zwei fehlenden Zählern sprechen - zumal nach der jüngsten anstrengenden Länderspielpause sowie den bis Weihnachten bevorstehenden Intentsiv-Wochen sowieso nicht alles einwandfrei klappen könne. "Wir können zufrieden sein, gerade bei der aktuellen Spiel-Taktung und den wenigen Trainings-Möglichkeiten. Zumal wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und den drei Punkten deutlich näher waren. Ich hatte den Eindruck, dass wir das Spiel etwas mehr gewinnen wollten."

Lediglich in den ersten 45 Minuten habe sein Team "zu wenige zwingende Chancen herausgespielt" und dann "ein Gegentor bekommen, das wir einfach nicht gut verteidigt haben".

Duell mit Bayern langsam vor Augen

Die verpasste Chance an der Tabellenspitze sei außerdem nicht allzu tragisch, wie RB-Schlussmann Peter Gulacsi fand: "Die Saison ist noch lang und wir werden noch einige Chancen bekommen - bereits in zwei Wochen können wir gegen den FC Bayern ein Zeichen setzen." Dieses Topspiel steigt genauer gesagt am 5. Dezember (18.30 Uhr) in München.

mag

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