Bundesliga

Ein bisschen Zockermentalität ist dabei

Kommentar von Martin Messerer

Ein bisschen Zockermentalität ist dabei

kicker-Redakteur Martin Messerer.

kicker-Redakteur Martin Messerer. kicker

Doch Fredi Bobic hat sicher wohlüberlegt gehandelt. Denn mit ein bisschen Abstand betrachtet, ist der Zeitpunkt für einen Wechsel der sportlich Verantwortlichen gar nicht so ungelegen. Rijeka – bei allem Respekt – muss eigentlich geschlagen werden. Das wäre dann gleich mal die Initialzündung für einen Derbysieg und somit wäre binnen einer Woche der Weg aus der lähmenden Depression gefunden. Klar, ein bisschen Zockermentalität ist dabei. Denn wenn auch unter einem neuen Trainer die Ergebnisse ausbleiben, wäre die Wirkung verpufft. Aber selbst das könnte man dann positiv drehen und sagen, dass die Länderspielpause nun genutzt wird, dass sich Mannschaft und Trainer besser kennenlernen.

Sieben Spiele und nur ein Sieg beim fünftklassigen BFC Dynamo im Pokal. Das war in der Tat zu wenig. Der Kader ist verbreitert worden mit Moritz Leitner, Konstantin Rausch, Moa Abdellaoue und Daniel Schwaab, doch der Ertrag war mäßig. Also handelte Bobic getreu dem Motto "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende". In der Mannschaft ist mehr drin als null Punkte nach drei Ligaspielen oder ein siegloses Weiterkommen gegen Plovdiv in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League. Das Erreichen der Gruppenphase hängt nach dem Auftritt in Rijeka ohnehin am seidenen Faden. Zweieinhalb Jahre hat Labbadia gute Arbeit geleistet, ihm wurde immer wieder der Kader verkleinert. Er hat die Schadensbegrenzung ganz gut hinbekommen. Nun war klar, dass er liefern muss. Er tat es nicht und drum wurde die Reißleine gezogen.

Trainersteckbrief Schneider
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Schneider Thomas

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Dass bereits am Montag nachmittag mit B-Jugendtrainer Thomas Schneider der Nachfolger vorgestellt wurde, war zwingend. Denn nur Dienstag und Mittwoch stehen zum Einarbeiten und Kennenlernen zur Verfügung. Dass mit Schneider ein Junger aus dem eigenen Stall verpflichtet wurde, ist gut. Andernorts jedenfalls hat es geklappt, siehe Nürnberg, Mainz oder Sonntagsgegner Hoffenheim.