Bundesliga

Eichin: "Mit Transfers warten wir ab"

Der Werder-Geschäftsführer über Ruiz und das Nord-Derby

Eichin: "Mit Transfers warten wir ab"

Hat Bryan Ruiz und Josip Drmic auf dem Zettel: Werder Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin.

Hat Bryan Ruiz und Josip Drmic auf dem Zettel: Werder Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin. picture alliance

kicker: In der letzten Länderspielpause waren Sie unterwegs, um Spieler zu sichten. Gehen Sie diesmal wieder auf Tour, Thomas Eichin?

Thomas Eichin: Nein, ich bin nicht persönlich unterwegs. Wir haben eine funktionierende Scouting-Abteilung. Uns wird nichts entgehen.

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Werder Bremen - Vereinsdaten
Werder Bremen

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

kicker: Wie weit sind die Planungen fortgeschritten. Wird Werder in der Winter-Transferperiode nochmals aktiv?

Eichin: Wir müssen uns da nicht festlegen. Wenn unsere Analysen mit dem Trainerstab ergeben, dass wir auf Positionen noch etwas verändern sollten, werden wir Gespräche führen.

kicker: Wie konkret sind die Pläne für Verstärkungen?

Eichin: Wir haben mit Viktor Skripnik einen neuen Cheftrainer, der sich ein eigenes Bild machen soll. Das lässt sich nicht in wenigen Tagen abschließen. Wenn dieser Prozess fortgeschritten ist, werden wir uns mit dem Trainerteam zusammensetzen und die nächsten Schritte besprechen.

Bryan Ruiz? "Die Chance ist da"

kicker: Der Name Bryan Ruiz schwebt über Bremen. Wie realistisch ist die Chance, den WM-Spieler verpflichten zu können?

Eichin: Die Chance ist da. Ich habe Ruiz zuletzt bei einem Ligaspiel beobachtet, da hatte er einen guten Auftritt. Doch wir beobachten auch andere Akteure.

kicker: Im Konzept Skripniks ist die Position des Spielgestalters herausgehoben. Noch hat der neue Coach die Ideallösung nicht gefunden. Könnte Ruiz hier helfen?

Eichin: Als ich ihn gesehen habe, hat er diese Rolle nicht gespielt. Er könnte sie aber ausfüllen. Aber wie gesagt: Wir thematisieren das, wenn wir es für richtig halten und wenn es soweit ist.

"Drmic ist sicherlich ein sehr guter Spieler, den wir schon immer beobachtet haben, noch bevor er in die Bundesliga kam."

Thomas Eichin

kicker: Sie erwähnten andere Kandidaten. Es wird spekuliert, dass Werder wie auch der nächste Gegner HSV an dem Leverkusener Josip Drmic interessiert sei. Was ist da dran?

Eichin: Drmic ist sicherlich ein sehr guter Spieler, den wir schon immer beobachtet haben, noch bevor er in die Bundesliga kam. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

kicker: Liegen konkrete Anfragen für Werder-Profis wie Elia und di Santo vor? Florenz soll an dem Stürmer interessiert sein.

Eichin: Auch die Agenten machen ihren Job und machen manchmal ihren Klienten attraktiv. Konkretes liegt mir nicht vor, auch für di Santo nicht, der sicher in jedem Klub einen Platz beanspruchen könnte.

kicker: Marc Kosicke, der Klopp-Berater, der auch mal als Werder-Manager im Gespräch war, betreut neben Viktor Skripnik auch Torsten Frings. Gestaltet dies die Vertragsverhandlungen mit dem Trainer-Team für Sie schwieriger?

Skripniks Vertrag wird an Erstliga-Gegebenheiten angepasst

Eichin: Nein, es sind schon zielführende Gespräche geführt worden. Bei Frings läuft der Ausbildungsvertrag bis 2015. Ich rechne damit, dass wir ihn als Co-Trainer weiterverpflichten können. Bei Skripnik und den beiden anderen Assistenten Christian Vander und Florian Kohfeldt werden die noch bis 2017 datierten Verträge umgewandelt und den Erstliga-Gegebenheiten angepasst.

kicker: Haben Sie nach der Entlassung mal mit Robin Dutt telefoniert?

Eichin: Ja, wir haben nach wie vor ein gutes Verhältnis. Robin hat sich tadellos verhalten, wir auch. Wir haben immer wieder betont, dass er einen guten Job gemacht hat.

Das Nord-Derby ist immer brisant und diesmal steht noch mehr auf dem Spiel - für beide Seiten.

Thomas eichin

kicker: Sind schon Verhandlungen über eine Abfindung eröffnet worden?

Eichin: Nein, die Frage stellt sich auch nicht, Robin und sein Team sind freigestellt.

kicker: Denken Sie eigentlich schon an das Nord-Derby beim HSV?

Eichin: Ja, das beschäftigt mich natürlich schon, weil es immer ein brisantes Duell ist und diesmal noch mehr auf dem Spiel steht – für beide Seiten. Ich spüre schon jetzt, dass viel Adrenalin fließen wird.

Interview: Hans-Günter Klemm