Eishockey

EHC Red Bull München erinnert sich an "Schock"-Mitbringsel

Corona-Ausbruch mit Folgen

EHC Red Bull München erinnert sich an "Schock"-Mitbringsel

Sieg und Corona im Gepäck: Das letzte Aufeinandertreffen hatte Folgen.

Sieg und Corona im Gepäck: Das letzte Aufeinandertreffen hatte Folgen. imago images/Just Pictures

Auf ein bestimmtes Schweizer Mitbringsel würde der EHC Red Bull München diesmal gerne verzichten. Vor dem Achtelfinalhinspiel in der Eishockey-Champions-League am Dienstag (19.30 Uhr) gegen den EV Zug ist beim deutschen Vizemeister die unliebsame Erinnerung an die vergangene Saison nur allzu präsent. Im Oktober 2021 reisten die Münchner nach einem 6:1 in der Gruppenphase beim Schweizer Spitzenverein zurück an die Isar - und mit im Gepäck war das Coronavirus. 18 Spieler und Betreuer hatten sich infiziert.

"An das Mitbringsel kann ich mich sehr, sehr gut erinnern", sagte Sportdirektor Christian Winkler vor dem nächsten Aufeinandertreffen. "Wir dachten zu dem Zeitpunkt eigentlich, dass wir bestens geschützt sind, weil alle geimpft sind." Dann brach das Coronavirus beim EHC aber aus. Ein "Schock" sei das gewesen, erinnerte sich Winkler. "Das hat uns einen sportlich katastrophalen Dezember beschert."

Die Münchner gerieten durch den Corona-Ausbruch aus dem Gleichgewicht und verloren anschließend reihenweise. "Das Mitbringsel hatte es in sich", erzählte Winkler, "heuer wollen wir es nicht mitnehmen."

"Ich glaube, das werden zwei vorgezogene Finalspiele"

Was die Mannschaft von Trainer Don Jackson dagegen mitnehmen will, ist klar: Siege. Die Münchner haben es schließlich auf den Titel in der Königsklasse abgesehen. Dafür muss auch ein Topteam wie der EV Zug aus dem Weg geräumt werden.

"Zwei absolute Topmannschaften treffen aufeinander", sagte Winkler vor dem Hinspiel gegen die in dieser Königsklassensaison noch ungeschlagenen Schweizer. "Ich glaube, das werden zwei vorgezogene Finalspiele."

2018/19 ebenfalls im Achtelfinale und 2021/22 in der folgenschweren Gruppenphase lieferten sich beide Mannschaften in der Königsklasse schon intensive Duelle. "Ich sehe Zug als mit die schwerste Mannschaft im Topf", meinte Winkler über das Los in der ersten K.o.-Runde, das er sogar vorhergesagt hatte. "Meine Reaktion war: Here we go again." 2018/19 zogen die Münchner dann sogar ins Finale ein.

Der erste Schweizer Impuls war ähnlich. "Ich habe in Richtung Christian eine Whatsapp-Nachricht geschrieben: 'Nicht schon wieder diese Münchner'", erzählte der Zuger Manager Reto Kläy, dessen Team die Münchner im Rückspiel am 23. November (19.45 Uhr) empfängt.

Straubing muss nach Göteborg

Champions-League-Neuling Straubing Tigers bekommt es im Achtelfinale mit Frölunda HC aus Göteborg zu tun. Der viermalige Titelträger empfängt die Niederbayern am Dienstag (18.05 Uhr) zum ersten Kräftemessen. Eine Woche später (19.30 Uhr) fällt in Straubing die Entscheidung über das Weiterkommen. Aus der Deutschen Eishockey Liga sind sonst noch die Grizzlys Wolfsburg vertreten, die auf Lulea HF aus Schweden treffen.

dpa