Bundesliga

Effenberg geht einen Schritt auf die Fans zu

Mönchengladbach: Hendricks will Vize-Präsident werden

Effenberg geht einen Schritt auf die Fans zu

"Initiative Borussia": Frontmann Stefan Effenberg und der als Vize-Präsident kandidierende Georg Hendricks (li.).

"Initiative Borussia": Frontmann Stefan Effenberg und der als Vize-Präsident kandidierende Georg Hendricks (li.). Getty Images

Der ehemalige Nationalspieler Stefan Effenberg, Frontmann der Oppositionsbewegung "Initiative Borussia", geht einen Schritt auf die Fans zu und schloss den Verkauf von Vereinsanteilen weitgehend aus. Die Initiative werde "alles tun, um zu verhindern, dass Geschäftsanteile veräußert werden, es sei denn, die Mitgliederversammlung beschließt eine solche Veräußerung mit der erforderlichen Mehrheit", hieß es in einer notariell beglaubigten Verpflichtungserklärung.

"Ich löse damit mein Versprechen ein, Borussia zu helfen. Das geht nur jetzt oder nie - mit der Initiative Borussia", sagte Effenberg, der als neuer Sportdirektor kandidiert und den Vorsitz der Geschäftsführung anstrebt. Effenberg bekräftigte auch, im Falle einer Wahl an Trainer Lucien Favre festhalten zu wollen.

Sportlich versprach Effenberg für den Fall seiner Wahl zum neuen Sportdirektor bessere Zeiten. "Durch meinen Namen und meine Beziehungen habe ich viele Möglichkeiten, den Verein zu verbessern. Ich will anpacken und nicht nur reden", sagte der "Tiger", der sich besonders um die Jugendarbeit kümmern will: "Ich werde persönlich ein Auge darauf werfen, wie und was trainiert wird. Diese Vorgabe muss von oben kommen."

Neben Effenberg und Köppel wurde der 51-jährige Georg Hendricks präsentiert, der seit 25 Jahren in der Wirtschaft tätig ist. "Als Vizepräsident werde ich dafür sorgen, dass die Geschäftsführung gut beraten und seriös kontrolliert wird. Der Mythos Borussia soll nicht unter einem Berg von Steinen begraben sein. Wir brauchen keine Museen und Hotels", sagte Hendricks.

Als Kandidaten für den künftigen Aufsichtsrat kündigte die Initiative "Persönlichkeiten, die für hohe fachliche Kompetenz stehen" an.

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Die "Initiative Borussia", die den Bundesligisten mit einer Satzungsänderung strukturell und personell reformieren will, braucht dafür bei der Jahreshauptversammlung am 29. Mai eine Zweidrittelmehrheit. Klubchef Rolf Königs hatte gelassen auf die Initiative reagiert und erklärt, er sei bis 2013 gewählt und wolle auch so lange im Amt bleiben. Auch Teile der Fans, so zum Bespiel das Fan-Projekt Mönchengladbach, stehen Effenberg und der "Initiative" kritisch gegenüber.

Borussia Mönchengladbach steht zwei Spieltage vor Saisonschluss auf Abstiegsplatz 17, hat den Rückstand zum Abstiegs-Relegationsplatz, den nun Eintracht Frankfurt innehat, aber auf zwei Punkte verkürzt.