Int. Fußball

Eduardo Li wurde an die USA ausgeliefert

FIFA übernimmt Verwaltung in Guatemala und Honduras

Eduardo Li wurde an die USA ausgeliefert

Auslieferung an die USA nun vollzogen: Eduardo Li, ehemaliger Präsident des Verbandes von Costa Rica.

Auslieferung an die USA nun vollzogen: Eduardo Li, ehemaliger Präsident des Verbandes von Costa Rica. Getty Images

Seine Auslieferung wurde am 29. September vom Schweizer Bundesamt für Justiz (BJ) verfügt. Eine Beschwerde Lis, die er erst am 11. Dezember zurückgezogen hatte, hatte den Vollzug jedoch verzögert.

Dagegen könnte die Auslieferung des in Zürich festgehaltenen ehemaligen FIFA-Vizepräsidenten Eugenio Figueredo nicht an die USA, sondern an sein Heimatland Uruguay erfolgen. Der 83-Jährige soll gesundheitlich schwer angeschlagen sein. Das BJ bewilligte die vereinfachte Auslieferung an Uruguay, allerdings unter dem Vorbehalt der Frage der Priorität, die auch dem US- Auslieferungsersuchen zuerkannt werden könnte. Figueredo ist ehemaliger Präsident des Kontinentalverbandes für Südamerika CONMEBOL. Ihm wird in den USA vorgeworfen, sein Amt zur persönlichen Bereicherung missbraucht zu haben. Er soll bei der Vergabe von Marketingrechten an ein US-Sportvermarktungsunternehmen Bestechungsgelder in Millionenhöhe entgegengenommen haben.

FIFA führt Geschäfte von Guatemala und Honduras

Unterdessen hat die FIFA bekanntgegeben, dass sie die Fußballverbände von Guatemala und Honduras unter Zwangsverwaltung gestellt hat. Jeweils ein fünfköpfiges Normalisierungskomitee wurde eingesetzt, das bis auf weiteres die Geschäfte in den beiden mittelamerikanischen Verbänden führt. Sie sollen die Statuten der Verbände an die FIFA-Standardstatuten angleichen und Neuwahlen organisieren. Ihr Mandat ist bis zum 30. September kommenden Jahres befristet.

Die bisherigen Präsidenten Brayan Jiménez (Guatemala) und Alfredo Hawit (Honduras) wurden vom US-Justizministerium wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt. Während Jiménez auf der Flucht ist, sitzt Hawit in der Schweiz noch in Haft und wehrt sich gegen seine Auslieferung an die USA.

sam/dpa/sid