Bundesliga

Eberls Kritik: Nur Fußball ist zu wenig

Gladbach läuft sieben (!) Kilometer weniger als Freiburg

Eberls Kritik: Nur Fußball ist zu wenig

Vermisste auf dem Platz "andere Themen" als Fußball: Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.

Vermisste auf dem Platz "andere Themen" als Fußball: Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. imago

Freiburg war unverkennbar bereit, mehr in das Spiel zu investieren als der Champions-League-Teilnehmer. Nicht immer besitzt die Laufleistung Aussagekraft. An diesem Nachmittag schon. Die Freiburger Mannschaft riss 114,53 Kilometer runter. Gladbach kam auf 107,29 Kilometer. Eine kleine Welt lag zwischen beiden Teams. Trainer Andre Schubert fehlten "die Basics", zu denen auch die Laufbereitschaft zählt. Sportdirektor Max Eberl mahnte: "Es wird nicht nur mit Fußball gehen. Fußballspielen können wir, wir müssen aber auch andere Themen auf den Platz bringen." Zum Vergleich: Beim 2:1-Sieg über Bayer Leverkusen am ersten Spieltag lag die Laufleistung der Borussen bei 112,6 Kilometer.

Nach - saisonübergreifend - sechs Pflichtspielsiegen in Folge und acht Spielen ohne Niederlage wissen die Borussen wieder, wie es sich anfühlt, als Verlierer vom Platz zu gehen. "Das ist bitter, wenn man so gut in die Saison gestartet ist und dann auf diese Art und Weise in Freiburg verliert", war André Hahn bedient. Einen Knacks vor dem Champions-League-Auftakt bei Manchester City am Dienstag befürchtet der Stürmer aber nicht: "Ich habe gar keine Sorge, dass wir jetzt in Manchester untergehen. Das wird ein ganz anderes Spiel. Wir werden kämpfen, die Situation annehmen und entsprechend reagieren."

Jan Lustig