Bundesliga

Gladbach-Sportdirektor Max Eberl kritisiert Union Berlin

Gladbach-Manager schließt weitere Neuzugänge aus

Eberl kritisiert Union Berlin

Klare Worte Richtung Union Berlin: Max Eberl.

Klare Worte Richtung Union Berlin: Max Eberl. imago images

"Was Zugänge betrifft, war es das für Borussia Mönchengladbach", erklärte Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag im Trainingslager in Harsewinkel im Ostwestfalen. In der Corona-Pandemie samt Gehaltsverzicht der Profis könne er sich "nicht hinstellen und Millionen raushauen. Da mache ich mich unglaubwürdig."

Wie Hannes Wolf (RB Leipzig) haben die Borussen nun mit Valentino Lazaro (Inter Mailand) einen weiteren Ex-Schützling von Marco Rose aus Salzburger Tagen ausgeliehen. "Die beiden sind eine Soforthilfe, weil sie die Abläufe kennen", erklärte Eberl. "Sie kommen sehr schnell an, weil sie die Sprache sprechen und den Trainer kennen."

Weniger gut zu sprechen war Eberl am Donnerstag auf Ligakonkurrent Union Berlin. Die Hauptstädter hatten in dieser Woche ein eigenes Hygienekonzept für die erhoffte Rückkehr der Zuschauer in die Stadien präsentiert, das auf Corona-Tests statt auf Abstand und Masken setzt.

Zuschauer-Diskussion "zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht richtig"

"Ich würde mich freuen, wenn wir uns jetzt nicht ständig positionieren würden und besser dastehen wollen als andere", kritisierte Eberl das Vorgehen der Berliner. "Sondern uns lieber solidarisch als Bundesliga versuchen vorzubereiten und, wenn es die Gesellschaft, die Pandemie-Situation zulässt, gemeinsam als Bundesliga wieder Überlegungen anstrengen, wie wir wieder Zuschauer ins Stadion bekommen."

Grundsätzlich finde er, "dass die Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht richtig ist und nicht passt. Wir haben viele andere Dinge zu lösen. Da sollten wir uns im Fußball vielleicht auch der Demut hingeben und einfach mal abwarten, was passiert."

jpe/dpa

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