Champions League

Eberl: "Gerechtes Ergebnis - auch in der Höhe"

Sportdirektor will Spiel abhaken und auf Mainz schauen

Eberl: "Gerechtes Ergebnis - auch in der Höhe"

Max Eberl

Ein enttäuschter Max Eberl "will jetzt hier raus und will nach Hause". imago

Die Partie im Camp Nou hatte sich Eberl wohl ganz anders vorgestellt: Erstmals verliert eine deutsche Mannschaft in der Gruppenphase zweimal mit 0:4 - Champions-League-Traum ausgeträumt, nun folgt die Europa League. "Wir sind ein Stück weit in Ehrfurcht erstarrt, das ist schade, weil man vielleicht nur einmal im Leben in so einem Stadion spielt." Dementsprechend war der 43-Jährige bedient: "Ich will jetzt hier raus und will nach Hause und mich auf das Mainz-Spiel vorbereiten."

Schubert enttäuscht

Fohlen-Coach Andre Schubert zeigte sich ebenfalls enttäuscht und erkannte, dass "wir zu viel Respekt vor dem Gegner" hatten. Gladbach, das über die kompletten 90 Minuten quasi körperlos gespielt hatte, hätte laut Trainer "in die Zweikämpfe reinkommen, dem Gegner wehtun" müssen. Doch "dann passiert das, was bei Barca-Spielen häufig passiert": Die Katalanen bestraften die Fehler eiskalt und schlugen bei den Toren zwei bis vier nahezu mit dem identischen Spielzug zu. Über den rechten Flügel ging der jeweilige Vorbereiter bis zur Grundlinie und fand dann im Zentrum Arda Turan.

Wir sind in Europa dabei, wir sind Dritter geworden. Das darf man trotz dieses Ergebnisses nicht ganz vergessen.

Max Eberl erinnert an das Erreichen des Minimalziels

Am Sky-Mikrofon darauf angesprochen, argumentierte Schubert mit der "Qualität des Gegners", fügte jedoch an, dass "man das besser verteidigen muss". Dennoch "waren wir dem Tempo und der technischen Qualität heute nicht gewachsen". Auch Eberl stimmte Schubert zu und betonte, dass "es ein gerechtes Ergebnis" sei - "auch in der Höhe". Wichtig war dem ehemaligen Bundesliga-Spieler aber, dass "wir in Europa dabei sind, wir sind Dritter geworden. Das darf man trotz dieses Ergebnisses nicht ganz vergessen. Ich hoffe, dass wir das heute ganz schnell abhaken und uns ab morgen richtig vorbereiten können".

Barcelona vorbei, jetzt wartet Mainz

Und das mit dem "abhaken" meinte er auch so: "Jetzt guck ich nicht mehr da hin. Morgen fliegen wir nach Hause und dann zählt nur noch Mainz." Gegen Mainz, so sagte Schubert, "müssen wir das Spiel in die Hand nehmen, das Spiel dominieren, nach vorne spielen", um endlich wieder einmal Punkte einzufahren, denn: "Die schlechten Spiele, die wir gemacht haben, haben wir verloren, die richtig guten Spiele haben wir nicht gewonnen."

kög