Bundesliga

Eberl: "Es wird keinen radikalen Umbruch geben"

Gladbach-Profis unter Beobachtung

Eberl: "Es wird keinen radikalen Umbruch geben"

Fohlen-Coach Dieter Hecking (li.) und Sportdirektor Max Eberl am vergangenen Montag bei der Jahreshauptversammlung.

Fohlen-Coach Dieter Hecking (li.) und Sportdirektor Max Eberl am vergangenen Montag bei der Jahreshauptversammlung. imago

Unvergessen sind in Mönchengladbach die Bilder nach dem hart erkämpften 2:1 gegen Hertha BSC im jüngsten Heimspiel. Borussia hatte zwar die drei Punkte eingesackt, aber nicht gerade Fußball aus der Feinkostabteilung geliefert, was zumindest Teile der Fans auf die Palme brachte. Einige Anhänger suchten deshalb ziemlich erzürnt das Gespräch mit den Profis und diskutierten über die Spielweise, die ihnen überhaupt nicht gefiel.

Es folgte die nicht unerwartete deutliche Abfuhr beim Rekordmeister Bayern München am vorigen Wochenende (1:5). Nun also stehen die Gladbacher Profis unter Beobachtung. "In München hat mich vor allem geärgert, dass wir nicht diszipliniert genug waren und unsere Ordnung nicht gehalten haben. Dafür sind wir abgestraft worden", erinnerte sich Hecking.

Trainersteckbrief Hecking
Hecking

Hecking Dieter

Spielersteckbrief Traoré
Traoré

Traoré Ibrahima

Spielersteckbrief Strobl
Strobl

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Spielersteckbrief Kramer
Kramer

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Spielersteckbrief Benes
Benes

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Bundesliga - 31. Spieltag
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Pl. Verein Punkte
1
Bayern München Bayern München
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2
FC Schalke 04 FC Schalke 04
56
3
Borussia Dortmund Borussia Dortmund
54

Der Trainer, der im Rückblick auf den kommenden Gegner von dreieinhalb "sehr angenehmen Jahren" sprach, erwartet von seinem aktuellen Team vor allem, "dass die Spannung bei uns nach wie vor hoch bleibt". Der Borussen-Coach mahnt: "Wir stehen schließlich noch Gegnern gegenüber, für die es um sehr viel geht. Und für uns geht es natürlich auch um einen guten Abschluss der Saison."

Spieler-Quartett zurück im Kader

In der Endphase entspannt sich auch die zuvor häufig sehr schwierige Personalsituation. Weltmeister Christoph Kramer, der wegen diverser Blessuren schon des Öfteren ausfiel, steht gegen Wolfsburg gewiss zur Verfügung. Zum Kader gehören am Freitag wohl auch Ibrahima Traoré, Laszlo Benes und Tobias Strobl: "Alle drei", so Hecking, "sind voll im Training und damit eine Alternative für das Wolfsburg-Spiel."

Spüre volles Vertrauen in meine Arbeit.

Gladbachs Trainer Dieter Hecking

Auch zu seiner aktuellen Gefühlslage äußerte sich der Trainer im Vorfeld der Partie. "Auch wenn es gerade nicht so gut läuft, fühle ich mich sehr wohl in Mönchengladbach. Ich spüre volles Vertrauen in meine Arbeit", erzählte der 53-Jährige.

Klar ist gleichzeitig auch, dass in der Saisonanalyse aufgearbeitet werden muss, warum Borussia hinter den Erwartungen vieler Beobachter blieb.

"Im Sommer werden wir alles ausführlich analysieren", kündigte Sportdirektor Max Eberl an. "Ich will mich aber gleich vom Begriff des radikalen Umbruchs distanzieren. Der wird sicher nicht nötig. Aber klar ist auch: Wir müssen die richtigen Entscheidungen für Borussia treffen."

Oliver Bitter

kicker.tv Hintergrund

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