Bundesliga

Eberl über Zakaria-Verlängerung: "Nicht chancenlos"

Gladbachs Sportdirektor spricht auch über die Situation bei Ginter

Eberl über Zakaria-Verlängerung: "Fühle mich nicht chancenlos"

Gladbach will ihn halten: Denis Zakaria.

Gladbach will ihn halten: Denis Zakaria. imago images/Revierfoto

"Fakt ist: Wir würden gerne mit Zakaria und Ginter verlängern", erklärte Eberl im Sport 1-Doppelpass erneut. Und sagte konkret auf den Fall Zakaria angesprochen: "Ich fühle mich nicht chancenlos. Es ist viel Arbeit, aber der stelle ich mich."

Vom Schweizer Nationalspieler ist bekannt, dass er schon Ende 2020 der Borussia signalisiert hatte, den Klub im Sommer verlassen zu wollen, falls ein interessantes Angebot eintreffen sollte. Ein Wechsel kam allerdings nicht zustande, "aus unterschiedlichsten Gründen", sagte Eberl am Sonntag, wobei er auf die Gründe selbst nicht einging.

"Jetzt versuchen wir, den Vertrag zu verlängern", führte Borussias Sportdirektor weiter aus. "Für uns ist es elementar wichtig, mit solchen Spielern weiterzumachen. Die Konstellation ist jetzt so, dass wir einen top Spieler bei uns haben, worüber ich nicht böse bin. Es funktioniert gut. Und Adi Hütter, der ihn von Young Boys Bern kennt, hat auch einen guten Zugang zu ihm."

Du kannst als Spieler woanders hingehen und die Nummer 25 im Kader sein.

Max Eberl

Klar ist: Rein übers Finanzielle kann Gladbach Spieler wie Zakaria nicht binden. Das stellte Eberl noch einmal heraus. "Was wir dem Jungen bieten können, das ist: Wieder einen Schritt zu gehen bei einem ambitionierten Verein und einem Trainer, der sehr auf ihn steht. Das bedeutet auch, den Spieler wieder in eine Form zu bringen, in die er selbst wieder kommen möchte und gemeinsam mit ihm Europa zu erreichen. Du kannst als Spieler woanders hingehen und die Nummer 25 im Kader sein - oder beim Verein bleiben und bist dort einer der Top-Spieler."

"Adäquates Angebot" an Ginter war bislang nicht möglich

Matthias Ginter

Zukunft ungewiss: Matthias Ginter. imago images/Revierfoto

Im Fall von Ginter betonte Eberl, dass es dem Klub (bislang) nicht möglich gewesen war, dem Nationalspieler ein "adäquates Angebot" zu machen. Daraufhin habe man gleich gänzlich darauf verzichtet, überhaupt mit einer konkreten Offerte vorstellig zu werden. "Wir hatten die finanziellen Mittel nicht", versicherte Eberl und deutete an, dass sich die Situation gerade am Ändern sei. "Jetzt läuft die Saison, jetzt kommen wieder Zuschauer ins Stadion, und wir sind schneller als gedacht wieder bei 46000 Zuschauern im Borussia-Park. Das ist eine andere Kalkulation, die wir machen können."

Man müsse nach wie vor sehr genau rechnen, aber: "Es kommt mehr Geld rein. Und wir werden jetzt versuchen, das Geld sinnvoll und passend für Spieler zu investieren." Generell müsse die Borussia in den Gesprächen mit Wunschkandidaten über die Verdienstmöglichkeiten hinaus mit anderen Argumenten punkten.

Eberl: "Ich werde einen Spieler nicht mit Geld nach Gladbach locken können oder ihn deswegen behalten können. Die Kombination guter Vertrag, stabiler Verein, gutes Umfeld, Vertrauen und die sportliche Perspektive führen dazu, dass ein Spieler sagt: Ich bleibe in Gladbach. Oder eben nicht."

Dass es nicht immer gelingt, alle Leistungsträger zur Vertragsverlängerung zu bewegen, damit wissen die Beteiligten in Gladbach seit Jahren umzugehen. Neu könnte im Sommer 2022 allerdings sein, dass Hochkaräter wie Zakaria oder Ginter den Klub ablösefrei verlassen. "Das wäre nicht gut", betonte Eberl, "aber selbst dann würde es für uns weitergehen. Wir müssten schlau sein und neue Spieler wie Scally, Netz oder Koné finden. Und ich habe keine Sorge, dass wir diese Spieler dann auch finden würden."

Jan Lustig

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