Bundesliga

Eberl: "Bei den Bayern habe ich ja noch Verständnis..."

Sportdirektor zeigt sich verwundert über Spielverlegung von Bayer

Eberl: "Bei den Bayern habe ich ja noch Verständnis..."

Schlag auf Schlag: Gladbachs Sportdirektor Max Eberl beklagt sich trotz der vielen Spiele nicht.

Schlag auf Schlag: Gladbachs Sportdirektor Max Eberl beklagt sich trotz der vielen Spiele nicht. imago images

Kurz vor Weihnachten müssen die deutschen Top-Teams noch einmal in der zweiten Runde des DFB-Pokals ran. Nicht alle allerdings; angesetzte Partien wurden wegen hoher Belastung der jeweiligen Klubs verlegt. Das registriert Eberl mit einer gewissen Überraschung.

Borussia Mönchengladbach jedenfalls tritt zwei Tage vor Heiligabend gegen den Regionalligisten SV Elversberg an, auch wenn Eberl es lieber gesehen hätte, wenn die arg belasteten Gladbacher Profis eine etwas längere Winterpause genießen könnten und dieses Spiel im Januar ausgetragen würde.

Bundesliga - 10. Spieltag
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Pl. Verein Punkte
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3
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"Auch wir haben eine extrem hohe Belastung, aber wir beschweren uns nicht", stellt Eberl klar, der die Möglichkeit, wegen einer Spielverlegung vorstellig zu werden, auch kurz mit Trainer Marco Rose diskutiert hatte.

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Eberl zeigt sich überrascht wegen Pokalverlegung

Andere Klubs gingen diesen Schritt: Die ursprünglich angesetzten Partien zwischen Holstein Kiel und dem FC Bayern sowie zwischen Leverkusen und Frankfurt wurden auf Wunsch der Vereine auf Mitte Januar verlegt. Bei den Bayern, so Eberl, habe er noch "gewisses Verständnis. Die haben den ganzen August durchgespielt und hatten nullkommanull Sommer-Vorbereitung. Bei anderen Vereinen", so Eberl mit Blick auf Bayer Leverkusen, "hat mich das ein Stück weit überrascht".

Er jedenfalls steht sichtlich auf dem Standpunkt, dass angesetzte Partien auch programmgemäß absolviert werden und war dementsprechend ziemlich verwundert, "dass sich Vereine jetzt gegen Spielansetzungen wehren."

Schwarze Serie gegen Freiburg

Wie angesetzt jedenfalls wird auch am Samstag die Partie des SC Freiburg gegen Mönchengladbach über die Bühne gehen, mit dem Versuch der Borussen, "endlich mal diese Serie zu beenden und in Freiburg zu gewinnen. Das versuchen wir ja schließlich schon seit 13 Jahren", erinnert sich Eberl.

Der angeschlagene Nico Elvedi macht die Reise nach Freiburg gar nicht erst mit, der Einsatz von Tony Jantschke, so Marco Rose, sei noch fraglich. Nicht dabei ist natürlich auch Ramy Bensebaini, der positiv auf COVID-19 getestet wurde, zwar, so Rose "auf einem anständigen Weg, aber noch nicht im Trainingsbetrieb" dabei sei.

Rose über Streich: "Ihn schätze ich ganz besonders"

In Freiburg kommt es auch zum Wiedersehen mit Christian Streich, der in einem ganz bestimmten Bereich offensichtlich ein Vorbild für Marco Rose ist. "Ihn schätze ich ganz besonders, er ist ein richtiger Typ. Ich habe allen Respekt vor seiner Arbeit, weil er mit Freiburg immer wieder die Kurve kriegt und überdies auch klare Ansagen zu gesellschaftlichen Themen äußert."

Überdies, so Rose anerkennend, bewundere er, "dass Christian Streich weniger Gelbe Karten kassiert als ich, obwohl er häufig genug sogar emotionaler auftritt als ich." Da, findet der Borussia-Trainer, "kann ich mir von ihm tatsächlich was abschauen."

Oliver Bitter

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