3. Liga

Dynamos Vorsprung schmilzt - Löwen kämpfen Bayern nieder

18. Spieltag, Überblick: Erneutes FCK-Remis - Rostock bleibt dran

Dynamos Vorsprung schmilzt - Löwen kämpfen Bayern nieder

Der Siegtreffer für Türkgücü: Sercan Sararer.

Der Siegtreffer für Türkgücü: Sercan Sararer. imago images

Zum Abschluss des 18. Spieltags hat Dynamo Dresden erstmals seit dem 7. November (1:2 in Saarbrücken) wieder eine Drittliga-Niederlage hinnehmen müssen, die fünfte in dieser Saison. Nach 90 Minuten im Stadion an der Grünwalder Straße stand ein 0:1 gegen Türkgücü München. Die SGD hatte eigentlich alles im Griff, doch nach einem Fehlpass von Becker schlug Sararer eiskalt zu (32.). Nach der Pause näherte sich Dresden an, hatte etliche Chancen, der Schwung ging allerdings allmählich verloren. Unbeeindruckt vom Wirbel um Präsident und Investor Hasan Kivran feierte Türkgücü also einen knappen Sieg gegen den Tabellenführer. Dass Dynamo die Spitzenposition behalten würde, war angesichts des Puffers schon klar. Dieser ist nun aber auf vier Punkte auf Ingolstadt (ein Spiel weniger) geschmolzen.

Zwickau gelingt der Befreiungsschlag gegen Lübeck

Der Sonntag stand überwiegend im Zeichen des Abstiegskampfes. Für den MSV Duisburg schien zunächst beim Tabellenzweiten in Ingolstadt eine Überraschung in der Luft zu liegen. Engin gelang der Führungstreffer schon in der 4. Minute. Doch der FCI legte einen Satz zu und gewann noch durch Tore von Eckert Ayensa (16.) und Keller (28.). Nach der Pause brachten die Schanzer den Sieg gemütlich nach Hause.

Auch der FSV Zwickau konnte sein Spiel - das direkte Kellerduell gegen den VfB Lübeck - drehen. In der 35. Minute gingen die Gäste durch Deichmann in Führung, König glich in der 64. Minute aus. Es war sein 50. Treffer in der 3. Liga. In der Schlussphase sorgte dann Starke für den Siegtreffer für die Sachsen (84.), die damit knapp über dem Strich liegen. FSV-Trainer Joe Enochs dürfte wieder etwas besser schlafen können. Lübeck fällt auf Rang 18 zurück.

Zirkzee fliegt im "wichtigsten Spiel des Jahres" in München

Marco Hiller

Umkämpftes Derby in München - inklusive Roter Karte für Joshua Zirkzee nach einem Tritt gegen den Kopf von Marco Hiller. imago images

Der Drittliga-Samstag stand ganz im Zeichen des Münchner Derbys. Die Zweitvertretung der Bayern erwischte im "Grünwalder" einen rabenschwarzen Tag im "wichtigsten Spiel des Jahres" (O-Ton Welzmüller). In Hälfte eins flog zunächst Zirkzee nach einem harten Tritt gegen den Kopf von Löwen-Keeper Hiller mit Rot vom Platz (28.). In Unterzahl fabrizierte der Meister dann auch noch ein Kern-Eigentor (45.). Den knappen Vorsprung stockten die Blauen in der Nachspielzeit durch Neuzugang Biankadi auf und bleiben somit zum Jahresauftakt vorne dick im Geschäft.

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Nach Zirkzees blutigem Tritt: Bayern-Amateure verlieren Derby gegen TSV 1860

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Magdeburg bringt 1:0 nicht ins Ziel

Im Tabellenkeller hatte sich Magdeburg vor dem Auftakt mit gleich drei Offensivspielern verstärkt, gegen Uerdingen kam der FCM trotz Führung aber nur zu einem Punkt: Ein Müller-Eigentor ließ den KFC jubeln, nachdem Bertram zuvor getroffen hatte.

Remis kann auch Kaiserslautern - das mittlerweile zehnte gab es am Samstag bei der Nullnummer gegen Viktoria Köln. Ein Malone-Kopfball (89.) sicherte dem SV Wehen Wiesbaden einen späten Zähler beim 1:1 gegen den Halleschen FC, der durch Derstroff in Führung gegangen war.

Weitere Sieger gab es außer den Sechzigern aber auch: Der SV Meppen gewann dank Bünnings Kopfball (32.) knapp gegen den 1. FC Saarbrücken und verschaffte sich weiter Luft nach unten. Der FCS ist somit seit sieben Spielen ohne Dreier. Und Hansa Rostock schaut verstärkt nach oben, weil Verhoek die Kogge zum 1:0-Erfolg über die SpVgg Unterhaching köpfte.

Waldhof gibt ein 2:0 aus der Hand

Umkämpft: Verls Aygün Yildirim im Duell mit Marcel Hofrath (r.).

Umkämpft: Verls Aygün Yildirim im Duell mit Marcel Hofrath (r.). imago images

Vor der Winterpause war Waldhof Mannheim ein wenig die Puste ausgegangen - null Punkte und 1:11 Tore aus drei Spielen sprachen eine deutliche Sprache. Zum Start ins neue Jahr stoppten die Mannheimer gegen Verl ihren freien Fall - zumindest teilweise. Beim 1:0 durch Saghiri spielte Waldhof die eigene Konterstärke aus (25.), beim 2:0 hatte Ferati Glück, dass er seinen fast schon arrogant geschossenen Elfmeter im Nachschuss doch noch im Tor unterbrachte (42.). In Hälfte zwei verpassten die Kurpfälzer aber die Vorentscheidung - und bekamen dafür die Quittung: Rabihic (68.) und Yildirim (73.) sorgten binnen weniger Momente für das 2:2. Beide Teams warten damit seit vier Spielen auf einen Sieg.

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