England

Chelsea: Tuchel fordert 250 Topspiele von Hudson-Odoi

Chelsea-Trainer macht Druck

Durchbruch nicht in Sicht: Tuchel fordert 250 Topspiele von Hudson-Odoi

Ein großes Versprechen - doch wann wird es eingelöst? Callum Hudson-Odoi.

Ein großes Versprechen - doch wann wird es eingelöst? Callum Hudson-Odoi. imago images/Sportimage

In dieser Woche wiederholte Hasan Salihamidzic mal wieder das Credo der Bayern-Verantwortlichen, wonach sie grundsätzlich über Spieler anderer Klubs nicht sprechen. "Das wäre den Mannschaften gegenüber nicht fair", sagte der Sportvorstand zum Thema Karim Adeyemi.

Nur für Callum Hudson-Odoi hatten sie in München immer wieder Ausnahmen gemacht. Doch seit der damalige Trainer Hansi Flick vor rund einem Jahr letztmals das Bayern-Interesse öffentlich gemacht hatte, ist es ziemlich ruhig geworden um den Flügelstürmer des FC Chelsea.

In der Vorsaison hatte Thomas Tuchel erst auf ihn gebaut, ihn dann aber zunehmend zum Joker und Bankdrücker degradiert. 2021/22 verbrachte er sechs von acht Premier-League-Spielen je 90 Minuten lang auf der falschen Seite der Seitenlinie. Für Englands Nationalelf war er letztmals 2019 nominiert.

"Ist es ein Wendepunkt, wenn er morgen ein herausragendes Spiel macht? Nein"

Startet der immer noch erst 20-Jährige vielleicht in den nächsten Tagen und Wochen durch, wenn Chelsea auf Romelu Lukaku (Knöchelverletzung) und Timo Werner (Oberschenkelblessur) verzichten muss? Zwar winkt Hudson-Odoi am heutigen Samstag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) der dritte Startelfeinsatz der Saison, eine Wende jedoch erwartet nicht einmal Tuchel.

"Der Einzige, der das entscheiden und diese Frage beantworten kann, ist Callum", antwortete Chelseas Trainer laut "Guardian" am Freitag, als ein Medienvertreter wissen wollte, ob Hudson-Odoi gegen Schlusslicht Norwich City wieder in die Spur finden könne. "Ob das der Wendepunkt wird? Er muss es beweisen. Er muss die nächsten 250 Spiele auf höchstem Niveau spielen, dann war es der Wendepunkt. Aber ist es ein Wendepunkt, wenn er morgen ein herausragendes Spiel macht? Nein."

Tuchel, der Hudson-Odoi in einem seiner ersten Spiele mal mangels Einstellung 31 Minuten nach der Einwechslung wieder ausgewechselt hatte, macht seinem Edelreservisten Druck. "Das wird nur ein Wendepunkt, wenn er es selbst zu einem macht. Nur wenn er nicht nur ein gutes Spiel oder eine gute Hälfte oder 60 gute Minuten abliefert, sondern das regelmäßig tut."

Das hat Hudson-Odoi bei allem Hype, der zwischenzeitlich nicht nur aus München um seine Person aufgekommen ist, an der Stamford Bridge noch nicht geschafft. Bleibt das so, werden die nächsten Wechselgerüchte trotz eines Vertrags bis 2025 nicht mehr lange auf sich warten lassen - nur werden die Interessenten dann eher nicht mehr Bayern-Niveau haben.

jpe

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