2. Bundesliga

Düsseldorfs Appelkamp glaubt: "Der Knoten platzt"

Die Fortuna ist zu harmlos

Düsseldorfs Appelkamp glaubt: "Der Knoten platzt"

Warum so verhalten? Fortuna Düsseldorfs Shinta Appelkamp.

Warum so verhalten? Fortuna Düsseldorfs Shinta Appelkamp. imago images

Die Premiere kam spät. Erst in der 86. Minute des Heimspiels gegen den SV Sandhausen, im seinem sechsten Zweitligaspiel, versuchte sich Fortuna Düsseldorfs Shinta Appelkamp daran, ein Tor zu erzielen. "Das war mein erster Torschuss im Profibereich", sagt der Mittelfeldspieler und man fragt sich: "Wieso erst so spät?" Denn der 20 Jahre alte Deutsch-Japaner ist zuletzt zu einer kleinen Angriffs-Hoffnung für Trainer Uwe Rösler geworden. "Der Trainer fordert von mir, mich offensiv einzuschalten", bestätigt Appelkamp. Das Vertrauen zahlt er langsam zurück.

Zweimal Startelf, zwei Niederlagen

Sechs Einsätze bestritt der 1,75 Meter große Sportler in dieser Saison bereits für F95, immerhin zwei davon von Beginn an. Dass es beide Male schlimme Niederlagen (1:2 in Kiel, 0:3 in Hannover) gab, lag nicht am Mann aus den eigenen Nachwuchs. Verhindern konnte er sie aber auch nicht. Trotzdem erhofft sich Düsseldorf im spielerisch oft etwas inspirationslosen, lahmen Mittelfeld von ihm mehr Impulse. "Wenn ich eingewechselt wurde, habe ich das Spiel gut belebt", sagt er selbstbewusst. Der Beweis war der wuchtige Schuss aus rund 20 Metern, den Sandhausens Keeper Martin Fraisl nur mit Mühe wegfausten konnte.

Die Rolle als Hoffnungsträger muss er nun aber erstmal abgeben. Auf dem mit ihm eigewechselten Edgar Prib ruhen große Erwartungen, dem Routinier traut man schneller mehr Dominanz im Spiel zu. "Ich spüre keinen Druck", sagt Appelkamp, ganz im Gegenteil. Die Mittelfeldspieler arbeiten gemeinsam an kreativen Lösungen fürs Angriffsspiel, Prib und Kapitän Adam Bodzek nehmen den Lehrling dann schon mal zur Seite und geben Tipps. "Das freut mich, ich nehme jedes Wort auf", bestätigt Appelkamp. Dass die Stürmer Rouwen Hennings und Kenan Karaman bald bessere Zuspiele bekommen, daran glaubt er fest: "Noch fehlt uns der entscheidende Pass vor dem Tor. Aber ich bin mir sicher: Der Knoten platzt."

Jim Decker

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