2. Bundesliga

Düsseldorf: Rösler baut auf Piotrowski

Zwei "Fixpunkte" für mehr Ballbesitz

Düsseldorf: Rösler baut auf Piotrowski

Anweisung: Fortuna-Coach Uwe Rösler instruiert Mittelfeldakteur Jakub Piotrowski.

Anweisung: Fortuna-Coach Uwe Rösler instruiert Mittelfeldakteur Jakub Piotrowski. imago images

Nach dem bislang letzten Aufeinandertreffen zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1.FC Nürnberg hätten die Perspektiven unterschiedlicher nicht sein können. Mit 2:1 gewann F95 im Februar 2019, sicherte seinen Platz im Mittelfeld der Bundesliga ab, während Nürnberg als Tabellenletzter schnurstracks auf den Abstieg zusteuerte.

Rösler: Der Club ist Favorit

Am Samstag treffen sich beide nun wieder, diesmal jedoch ist die Ausgangsposition bei beiden ähnlich. Einerseits ist da die Sehnsucht nach der zeitigen Rückkehr ins Oberhaus - oder zumindest in die Spitzengruppe der 2. Liga. Andererseits sind beide aktuell eher damit beschäftigt, sich vom Tabellenkeller fernzuhalten. Beim Gastspiel in Nürnberg, wo Rösler als Spieler einst Anfang der 1990er Jahre aktiv war, sieht er sein Team als Außenseiter: "Wer das größte Budget hat, müsste auch die größten Ambitionen haben", sagt der 51-Jährige und meint damit den Club, nicht seine Fortunen.

Denn die Rheinländer kämpfen mit den Nachwehen der holprigen Vorbereitung. Rösler muss ob des spät zusammengetrommelten Kaders immer wieder improvisieren, aktuell hinten links. Da Stammbesetzung Florian Hartherz nach Achillessehnenproblemen noch nicht wieder fit ist und Backup Leonardo Koutris nach seinem Kreuzbandriss weiter Trainingsrückstand hat, schulte der 51-Jährige kurzerhand Mittelfeld-Arbeiter Marcel Sobottka um. "Er hat es sehr gut gemacht", lobt der Trainer, als Spieler einst Anfang der 1990er Jahre selbst für Nürnberg aktiv.

Warme Worte gab es auch für Jakub Piotrowski. Der junge Pole machte in der Vorbereitung oft einen hilflosen Eindruck, zeigte beim 1:0 zuletzt gegen Heidenheim aber seine Qualitäten im kämpferischen Bereich wie auch im Spielaufbau. "Es tut sich auf der Doppelsechs etwas leichter", analysiert Rösler, der Piotrowski eine Einsatzgarantie für Samstag ausstellte.

Karaman und Hennings sind gesetzt

Damit in Franken nach dem jüngsten Erfolg (1:0 gegen Heidenheim) nicht wieder ein Tiefschlag folgt, baut Fortuna auch erneut auf sein erfahrenes Sturmduo. Kenan Karaman und Rouwen Hennings sind als "Fixpunkte" gesetzt und sollen für mehr Ballgewinne nah des gegnerischen Sechzehners sorgen sowie lange Zuspiele sichern. "Dieser körperliche Ansatz darf sich nicht ändern", fordert Ex-Stürmer Rösler.

Eine Niederlage vor der Länderspielpause würde jedenfalls sicherlich die Laune verhageln. Dies trifft wieder gleichermaßen auf Düsseldorf und Nürnberg zu.

Jim Decker

Röslers Wiedersehen und die Zahl 500