3. Liga

Drljaca über Ex-Klub Elversberg: "Im Moment beflügelt"

Einige Dresdner sind "in Stresssituationen nicht so stabil"

Drljaca über Ex-Klub Elversberg: "Im Moment beflügelt"

Dresdens Torwart Stefan Drljaca trifft auf seinen Ex-Klub Elversberg.

Dresdens Torwart Stefan Drljaca trifft auf seinen Ex-Klub Elversberg. IMAGO/Dennis Hetzschold

Vor dem Saisonstart wurde Zweitliga-Absteiger Dresden von 19 der 20 Drittligatrainer als Aufstiegsfavorit genannt. Einzig der eigene Übungsleiter, Markus Anfang, trat auf die Euphoriebremse. Man wolle "unbedingt im vorderen Drittel mitmischen", erklärte der 48-Jährige damals, ohne wirklich konkret zu werden.

Die Gründe für diese Zurückhaltung zeichnen sich bereits jetzt ab. Der erhoffte Triumph zum Auftakt gegen Mitfavorit 1860 München blieb bei der 3:4-Niederlage aus. Zwar folgten anschließend zwei Siege über Halle und Verl (beide 2:0), überzeugend waren beide Auftritte jedoch nicht. Vielmehr resultierten sie aus der individuellen Klasse einzelner Spieler. Spätestens die 1:2-Pleite bei Viktoria Köln am vergangenen Wochenende offenbarte, dass die Automatismen noch nicht greifen.

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"Wir haben es nicht hinbekommen, unsere Abläufe gegen den Ball so umzusetzen wie wir es wollen", kritisierte Anfang das Defensivverhalten. "In Stresssituationen ist der ein oder andere Spieler nicht so stabil." Dies gilt auch für die Offensivbemühungen, denen zu oft noch der Feinschliff und somit auch Ertrag fehlt. Zudem mangelt es aktuell am unbedingten Willen, in Zweikämpfe zu kommen und diese auch einmal mit vollem Einsatz zu gewinnen.

Vorschau

Gegen die SV Elversberg, die mit schönem Offensivfußball von sich reden macht, muss die SGD in allen Belangen eine Schippe drauflegen. Mit 13 Toren ist der Aufsteiger Ligaspitze, legte mit drei Siegen aus den ersten vier Partien einen starken Saisonstart hin. "Wir treffen auf eine Mannschaft, die schon länger zusammenspielt und zuletzt viele Erfolgserlebnisse hatte, was sie zusammengeschweißt hat", weiß Anfang, der auf der Pressekonferenz am Donnerstag aber auch unterstrich: "Was in den Spielen davor war, ist unwichtig. Wir haben unsere Herangehensweise und konzentrieren uns auf uns. Wenn wir das, was wir trainiert haben, auf den Platz bekommen, ist es am Ende nicht entscheidend, wie die Spiele vorher gelaufen sind."

Personell kann er voraussichtlich wieder auf Defensivspezialist Michael Akoto und Flügelflitzer Christian Conteh zurückgreifen. Auf Insider-Informationen von Stefan Drljaca, der in der Jugend für die SV Elversberg im Tor stand, dagegen eher nicht. Dafür liegt dessen Zeit im Saarland, das er 2016 Richtung Hoffenheim verließ, zu lange zurück. Der 23-jährige Keeper saß dennoch neben Anfang auf dem PK-Podest und äußerte sich über seinen Ex-Verein. "Elversberg ist ein eingespieltes Team, welches sich in den vergangenen Jahren einen guten Kern unter Trainer Horst Steffen aufgebaut hat", erklärte Drljaca und fuhr fort: "Sie haben ihre Qualität in den ersten Spielen gezeigt, deshalb müssen wir gewarnt sein. Es kommt eine Mannschaft auf uns zu, die im Moment beflügelt ist. Nichtsdestotrotz ist das kein Gegner, vor dem wir uns verstecken müssen."

cfl, lb

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