2. Bundesliga

Drexler und Köln: Wenige Minuten hat's gedauert - Ehemaliger Angreifer von Holstein Kiel folgt seinem Ex-Trainer

Ehemaliger Angreifer von Holstein Kiel folgt seinem Ex-Trainer

Drexler und Köln: Wenige Minuten hat's gedauert

Ist erst kurze Zeit beim 1. FC Köln - und trotzdem gesund selbstbewusst unterwegs: Dominick Drexler.

Ist erst kurze Zeit beim 1. FC Köln - und trotzdem gesund selbstbewusst unterwegs: Dominick Drexler. imago

Lernt Köln den Drexler kennen, den Kiel genießen durfte, dann stehen die Chancen auf eine direkte Rückkehr der Geißböcke ins Oberhaus nicht schlecht. Zwölf Tore sowie elf Assists lieferte der Offensivmann in der vergangenen Saison für die Störche und war damit ein Garant für Platz drei.

Sehr früh entschied sich Drexler damals für den Sprung in die höchste Liga, allerdings beim dänischen Meister FC Midtjylland, der den feinen Techniker per Ausstiegsklausel für 2,5 Millionen Euro verpflichtete. Während die Kölner zunächst versuchten, Leo Bittencourt zu halten und sich dann um eine Alternative für die Offensive umschauten, riss Drexlers Kontakt zu seinem Ex-Trainer Markus Anfang ("Der Trainer war ein großer Faktor für mich, sein Spielsystem ist ein Bessermacher-System!") ebenso wenig ab wie der zum Kollegen Rafael Czichos, mittlerweile ebenfalls Kölner .

Spielersteckbrief Drexler
Drexler

Drexler Dominick

Trainersteckbrief Anfang
Anfang

Anfang Markus

1. FC Köln - Vereinsdaten
1. FC Köln

Gründungsdatum

13.02.1948

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Aus dem vorsichtigen Flirt wurde in letzter Zeit eine ernsthafte Beziehung. Midtjylland spielte mit und ließ sich dies gut bezahlen: Vier Millionen Euro legte der FC für diesen Wunschspieler auf den Tisch . Aber: Ein gutes Geschäft ist ein Geschäft, bei dem am Ende alle glücklich sind - dies ist aktuell der Fall. Für den ehemaligen Holstein-Profi war klar, wo sein Platz sein sollte: "Als Markus Anfang mich kontaktiert hat, haben wir uns innerhalb weniger Minuten verständigt, dass ich nach Köln kommen möchte."

Drexler weiß: Konstanz und Dominanz sind gefragt

Drexler weiß, dass die 2. Liga auch für den Favoriten kein Selbstläufer wird: "Dazu ist sie viel zu ausgeglichen." Konstanz sei gefragt, Dominanz sowieso. Den Fußball, den Markus Anfang spielen lassen will, den kennt er aus Kiel. Die Spieler dort liebten ihn, weil er viel mit Spaß zu tun hatte. Drexler freut sich, seine Aufgaben kennt er: "Es geht darum, die Lücke zu schließen, die Leo Bittencourt aufgemacht hat." Er sei auch wegen seiner Vielseitigkeit geholt worden: "Ich kann vorne mehrere Positionen spielen."

Wo er am liebsten kickt, daraus macht er keinen Hehl: "Klar ist, dass ich in den letzten zwei Jahren vorwiegend im Zentrum gespielt habe. Dort liegen auch viele meiner Stärken." In Köln wird es wohl zunächst die linke Seite sein. Egal - seine Selbstbeschreibung klingt ebenfalls nach Spaß: "Ich bin ein kreativer Spieler, der die gegnerische Abwehrreihe knacken und die Mitspieler in Szene setzen kann."

Drexler braucht "Spielpraxis"

Dominick Drexler

Dem Ruf von Ex-Holstein-Trainer Markus Anfang gefolgt: Offensivmann Dominick Drexler. imago

Knapp zehn Tage hat er nun, sich ins Gefüge einzufinden. Dabei ist es weniger der mannschaftstaktische Bereich, der geschult werden muss. Den kennt er aus der gemeinsamen Zeit mit Anfang und Co-Trainer Tom Cichon. Doch seit bekannt wurde, dass er seinen dänischen Kurzzeit-Arbeitgeber verlassen wollte, trainierte er dort individuell, um Verletzungen aus dem Wege zu gehen. Was nun bedeutet: "Ich brauche Spielpraxis."

Da trifft sich gut, dass der FC für Freitag einen Test gegen den FSV Mainz 05 abgeschlossen hat, im Bonner Nordpark wird gespielt. Da also, wo Drexler das Fußballspiel einst erlernte. Das erste Spiel für seinen Herzensverein findet in der alten Heimat statt: "Diese Konstellation kannst du normalerweise nicht erfinden."

Frank Lußem

Die Trikots der Zweitligisten für die Saison 2018/19