2. Bundesliga

Schalkes Drexler über den "langen Atem" im Aufstiegskampf

Schalker Sorgen um Kapitän Latza

Drexler über den "langen Atem" im Aufstiegskampf

Schalkes Dominick Drexler schreibt den Aufstieg nicht vorschnell ab.

Schalkes Dominick Drexler schreibt den Aufstieg nicht vorschnell ab. imago images/Nordphoto

Eigentlich war "alles angerichtet", fand Schalkes Torjäger Simon Terodde nach seinem Führungstreffer in der 8. Minute beim Zweitliga-Auftakt seines FC Schalke 04 gegen den Hamburger SV, seinen Ex-Klub. Der Stürmer sah sein Team "gallig in den Zweikämpfen" und hörte nach zehn gespielten Minuten bereits "Spitzenreiter, Spitzenreiter"-Rufe von den nach langer Zeit wieder üppig gefüllten Rängen aufs Spielfeld dröhnen - mit 19.770 Zuschauern war die Arena auf Schalke Corona-ausverkauft.

Chancen herausgespielt, aber nicht genutzt

Nachdem Keeper Michael Langer auch noch in Minute 28 einen Elfmeter von Robert Glatzel pariert hatte, reifte die Hoffnung auf einen Schalker Sieg. Doch erst verlor S04 Kapitän Danny Latza, der sich unglücklich am Knie verletzte, dann etwas den Spielfaden und am Ende sogar das Spiel. Wenngleich Trainer Dimitrios Grammozis am Mikrofon von "Sat.1" die Anzahl der Torchancen nicht als Schwachpunkt ausmachte, so war es doch die Verwertung dieser. Hier stellte sich den Schalker Angriffsbemühungen vor allem HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes entgegen, der teilweise bravourös agierte und einige Großchancen der Knappen zunichtemachte.

"Der am Ende in Führung geht, der gewinnt auch das Spiel", so knapp und doch so passend fasste Grammozis das Auftaktspiel letztlich zusammen. Der HSV führte zwar erst ab der 86. Minute, aber da die Hamburger "die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht" hatten, reichten die Treffer von Moritz Heyer (86.) und Bakery Jatta (90.) für einen gelungenen Auftakt der Gäste. Seiner eigenen Mannschaft wolle der Trainer indes keinen Vorwurf machen, wie er ausdrücklich betonte.

Drexler weiß, worauf es ankommt

Deutlichere Worte als sein Coach fand Mittelfeldspieler Dominick Drexler, der mit einer starken Grätsche großen Anteil am Schalker Führungstreffer gehabt hatte: "Dass wir das Spiel verloren haben, ist scheiße, das muss man einfach so sagen." Der Neuzugang, der erst vor wenigen Tagen verpflichtet worden war, betonte aber auch, dass das Aufstiegsrennen in Liga zwei gerade erst begonnen hat: "Trotzdem weiß ich aus dem Jahr mit Köln, was man für einen langen Atem braucht und da entscheidet nicht der erste Spieltag."

Inwieweit bei der Schalker Aufstiegshatz Kapitän Latza noch eingreifen kann, darüber ließ sich am Freitagabend nur spekulieren. Terodde hoffte zumindest, "dass es nichts Wildes ist". Ein Verlust des Rückkehrers "wird uns noch mehr schmerzen als diese Niederlage".

sts

Bilder zur Partie FC Schalke 04 - Hamburger SV