Tennis

Drei Matchbälle abgewehrt! Sinner schlägt Djokovic wieder - Italien im Finale

Italiener schafft Historisches in Davis-Cup-Halbfinale

Drei Matchbälle abgewehrt! Sinner schlägt Djokovic wieder - Italien im Finale

Husarenstück: Jannik Sinner gelang gegen Novak Djokovic etwas zuvor nie Dagewesenes.

Husarenstück: Jannik Sinner gelang gegen Novak Djokovic etwas zuvor nie Dagewesenes. IMAGO/Shutterstock

2:6, 6:2, 5:4 und 40:0 führte Novak Djokovic schon, alles schien klar: Serbien würde ins Davis-Cup-Finale einziehen und dort auf Außenseiter Australien treffen. Doch es sollte anders kommen.

Bei eigenem Aufschlag wehrte Jannik Sinner als erster Spieler der Geschichte gegen Djokovic drei aufeinanderfolgende Matchbälle ab und schlug den erfolgreichsten Spieler der Grand-Slam-Geschichte tatsächlich noch: 6:2, 2:6 und 7:5 lautete der Endstand aus Sicht des Italieners.

Doppel muss entscheiden

Sein Land glich damit im Halbfinale zum 1:1 aus, schließlich hatte zuvor Lorenzo Musetti 7:6 (9:7), 2:6, 1:6 gegen Miomir Kecmanovic verloren. Das Doppel zwischen Sinner und Lorenzo Sonego gegen Djokovic und Kecmanovic musste also die Entscheidung bringen - es startete direkt am Samstagabend, nur wenige Minuten nach Ende des Einzels.

Und auch dort behielt der 22-jährige Südtiroler mit seinem Landsmann die Oberhand. Durch das 6:3, 6:4 erreichte Italien das Davis-Cup-Endspiel, das am Sonntag steigt.

Vor 15 Jahren verlor Djokovic binnen zwei Wochen zweimal gegen denselben

Sinner schaffte mit diesem triumphalen Samstag die Revanche für das verlorene Endspiel bei den ATP Finals sechs Tage zuvor. Im dritten Aufeinandertreffen binnen elf Tagen steht er nun bei zwei Siegen und einer Niederlage gegen den Serben.

In zwei aufeinanderfolgenden Wochen gegen den inzwischen 36-jährigen Djokovic zu gewinnen war übrigens zuvor drei anderen Spielern gelungen, aber in ganz anderer Zeit: Mikhail Youzhny 2007, Rafael Nadal und Andy Murray 2008. Djokovic selbst verlor sein erstes Davis-Cup-Einzel seit dem Halbfinale gegen Argentinien 2011. Damals hatte er gegen Juan Martin del Potro aufgeben müssen.

pab