Bundesliga

"Draufgänger" Bellingham: Nur beim Jubeln geht die Kraft aus

Dortmunds außergewöhnlicher Teenager

"Draufgänger" Bellingham: Nur beim Jubeln geht die Kraft aus

"Ich konnte nicht mehr vor Freude rumrennnen": Jude Bellingham.

"Ich konnte nicht mehr vor Freude rumrennnen": Jude Bellingham. imago images/Eibner

Da waren sie wieder kondensiert, die besonderen Qualitäten des Jude Bellingham. 93 Minuten waren gegen Mainz am Samstag gespielt, da setzte der Dortmunder Youngster in der gegnerischen Hälfte eine Grätsche an, nahm Silvan Widmer damit den Ball ab und bediente Erling Haaland zum entscheidenden 3:1, um danach erst in den Armen von Mats Hummels und dann vor der euphorisierten Südtribüne zu feiern.

"Ich war erleichtert, dass wir unser drittes Tor gemacht und damit das Spiel entschieden haben", berichtet der Brite: "Ich war sehr glücklich damit. Es ist immer schön, ein Tor zu schießen, aber so einen wichtigen Treffer vorzubereiten, ist auch richtig gut." Zum ganz großen Jubel reichte es so spät im Spiel dann auch nicht mehr: "Ich konnte nicht mehr vor Freude rumrennnen, weil ich kaputt war, da habe ich einfach nur die Arme gehoben."

Er trägt noch das jugendliche Feuer in sich, aber ist zugleich schon sehr klar in dem, was er will.

Hans-Joachim Watzke

Für den Jubel mit den Fans nach Schlusspfiff reichte es dann aber noch. Für den Sommerneuzugang vom letzten Jahr ist es nach den vielen Geisterspielen immer noch außergewöhnlich, in einem so vollen Stadion zu spielen. "Es ist für mich immer ein Privileg, das Trikot anzuziehen. Aber mit den Zuschauern im Stadion ist das Gefühl noch hundertmal so sehr, dass ich alles geben will, damit wir das siegreiche Team sind."

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Jude Bellingham Uncovered: Deshalb ist er so gut

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Bellingham, das hat er nicht erst am Samstag gezeigt, ist einer, der auf dem Platz vorangeht und die Anhänger begeistert, der spielt wie ein abgezockter Routinier und das Herz eines Fans hat, der Talent und Antrieb, Zielstrebigkeit und Hunger vereint. "Jude ist außergewöhnlich. Er trägt noch das jugendliche Feuer in sich, aber ist zugleich schon sehr klar in dem, was er will", sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in der großen kicker-Titelstory (Montagausgabe). Sportdirektor Michael Zorc nennt ihn "einen mutigen Jungen, einen Draufgänger".

Doch was macht diesen 18-Jährigen aus den West Midlands, dem Ruhrgebiet Großbritanniens, aus? Wer beeinflusste ihn auf dem Weg zum europäischen Toptalent? Und wie könnte seine Zukunft aussehen? In der großen Titelgeschichte der aktuellen Montagausgabe (ab Sonntagabend auch als eMagazine) des kicker lesen Sie außerdem, was seine Dortmunder Vorgänger Julian Weigl und Thomas Delaney zu Bellingham sagen, warum er fast beim Cricket gelandet wäre und welche Rolle die Spiele von Vater Mark Bellingham in seiner Karriere gespielt haben.

Patrick Kleinmann/MD

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