Bundesliga

Borussia Dortmunds Defensive dünnt aus

Personalengpass gleich zu Beginn der englischen Wochen

Dortmunds Defensive dünnt aus

BVB-Coach Lucien Favre zählt fünf Ausfälle vor dem Spiel in Hoffenheim.

BVB-Coach Lucien Favre zählt fünf Ausfälle vor dem Spiel in Hoffenheim. imago images

Der Blick auf die aktuelle Ausfallliste des BVB würde Trainer Lucien Favre wohl ein paar graue Haare bescheren, wäre der Schopf des 62-Jährigen nicht ohnehin bereits in Ehren ergraut: Mindestens bis zum morgigen Samstag muss der positiv auf Covid-19 getestete Manuel Akanji in häuslicher Quarantäne bleiben. Dan-Axel Zagadou pausiert weiterhin aufgrund einer Knieverletzung. Nico Schulz fehlt wegen eines Muskelfaserrisses, Marcel Schmelzer wegen einer Knie-Operation. Auch Thorgan Hazard ist nach überstandener Muskelverletzung noch keine Option. Einzig Mateu Morey, ebenfalls ein Sorgenkind der vergangenen Wochen, macht Fortschritte und könnte am Samstag beim Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr) wieder zum Kader gehören.

In Rom fehlt auch Can

Fünf Ausfälle, vorwiegend in einem Mannschaftsteil - das ist selbst für den qualitativ hochwertig besetzten Kader von Borussia Dortmund nicht so ohne weiteres wegzustecken. Noch allerdings sorgen die vielen Ausfälle nicht für hektische Schnappatmung bei den BVB-Verantwortlichen. Auch nicht mit Blick auf das folgende Champions-League-Gastspiel der Borussia bei Lazio Rom (Dienstag). Dann wird zusätzlich auch noch Emre Can (Sperre) fehlen.

Schlechte Erinnerung an Hoffenheim

"Wir müssen kreativ sein und die beste Lösung finden", sagt Favre, der mit seiner Mannschaft vor einem knallharten Programm steht: sieben Partien in 21 Tagen muss der BVB absolvieren, bevor die Nationalspieler wieder zu ihren Auswahlteams reisen - wo dann erneut drei Spiele binnen einer Woche anstehen. Zunächst einmal muss der BVB jedoch das Spiel gegen Hoffenheim bestehen. Gegen jenen Gegner also, der am letzten Spieltag der Vorsaison mit 4:0 gewann. Auch der TSG fehlen am Samstag drei Spieler aufgrund von Corona-Infektionen bzw. dem Kontakt zu Infizierten.

Akanjis Ausfall lässt sich durch Lukasz Piszczek auffangen. Der Routinier spielte bereits in der Vorsaison häufiger in der Dreierkette und löste den Job zumeist solide. Sollte Akanji auch in Rom noch ausfallen, könnte Axel Witsel eine Reihe nach hinten rutschen und einen Platz in der Dreierkette übernehmen. Auch Thomas Meunier ist eine Alternative, der Belgier könnte von der Außenbahn nach innen rücken, Morey seinen Platz übernehmen. Noch gibt es also Möglichkeiten für Favre - viel allerdings sollte nicht mehr passieren.

Matthias Dersch

kicker.tv Hintergrund

"Müssen kreativ sein" - BVB vor "schwierigen" Wochen

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