Bundesliga

"Dortmund wird niemals ein Vorbild für uns sein"

Schalke: Breitenreiter im kicker-Interview

"Dortmund wird niemals ein Vorbild für uns sein"

Anspannung vor dem Derby gegen Borussia Dortmund: Schalkes Trainer André Breitenreiter.

Anspannung vor dem Derby gegen Borussia Dortmund: Schalkes Trainer André Breitenreiter. Getty Images

Schalke erlebt in dieser Saison eine Achterbahnfahrt. Einerseits jubelten die Königsblauen über den besten Saisonstart seit 44 Jahren, andererseits flogen sie nach einer blamablen Vorstellung gegen Schachtar Donezk aus der Europa League. Auch im DFB-Pokal mischen sie schon seit Oktober nicht mehr mit. Nach der jüngsten enttäuschenden Vorstellung beim 0:3 in Ingolstadt ist die Stimmung schlecht - Schalke stürzte von Platz vier auf sieben ab. André Breitenreiter wird nicht müde zu betonen, dass es nun einmal eine gewisse Zeit benötigt, wenn man etwas entwickeln will. Siehe Borussia Dortmund.

„Dortmund wird niemals ein Vorbild für uns sein“, sagt Breitenreiter über den großen Rivalen und schränkt ein: „Wohl aber kann man gewisse Vergleiche ziehen. Sie haben in nicht so einfachen Phasen Ruhe bewahrt, sich zwei, drei Jahre Zeit gegeben, eine Mannschaft zu formen.“ Das findet Breitenreiter lobenswert - diese Zeit wünscht er sich auch für seine Arbeit auf Schalke: "Denn es bedarf Zeit und Geduld, um eine hungrige Mannschaft zu formen, die konstant Topleistungen abruft und in einigen Jahren um Titel mitspielt."

Bundesliga - 29. Spieltag
FC Schalke 04 - Vereinsdaten
FC Schalke 04

Gründungsdatum

04.05.1904

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Borussia Dortmund - Vereinsdaten
Borussia Dortmund

Gründungsdatum

19.12.1909

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

Breitenreiter gesteht zudem: "Ich habe schon einige Lehren aus meinen ersten neun Monaten als Schalke-Trainer gezogen." Grundsätzlich stört ihn, dass "die allgemeine Öffentlichkeit den FC Schalke eher negativ und kritisch beäugt, die positiven Dinge hingegen eher mal beiseite schiebt. Das gilt auch für Aussagen, die wir Verantwortlichen treffen." Er versuche sich dagegen zu wehren, sagt Breitenreiter, "weil ich der Überzeugung bin, dass man nicht alles immer nur negativ sehen sollte."

Dass der Rivale Dortmund beim Derby zwischen den beiden Knallerspielen in der Europa League gegen den FC Liverpool im Nachteil ist, glaubt der Schalker Trainer nicht: "Nein, weil der Kader unserer Nachbarn dermaßen breit ist, dass sie ohne Qualitätsverlust rotieren können. Das haben sie in der bisherigen Saison schon öfter gezeigt."

Im Interview spricht Breitenreiter auch über sein erstes Treffen mit dem künftigen Schalker Manager Christian Heidel - und er sagt, warum sein Shootingstar Leroy Sané aktuell noch nicht mit den besten Fußballern der Welt mithalten kann.

Toni Lieto