Bundesliga

Dortmund und Leverkusen feiern - Wolfsburg gibt Tabellenführung ab

FC Bayern hört bei 7:0 auf

Dortmund und Leverkusen feiern - Wolfsburg gibt Tabellenführung ab

Die Sieger vom Sonntag: Dortmund und Leverkusen sind vorne dran.

Die Sieger vom Sonntag: Dortmund und Leverkusen sind vorne dran.

Trotz Unterzahl gewinnt Leverkusen in Stuttgart

Bayer Leverkusen hat trotz einstündiger Unterzahl am Sonntag einen verdienten 3:1-Sieg beim VfB Stuttgart gefeiert. Die Partie nahm gleich Fahrt auf und ehe sich die Hausherren versahen, lagen sich nach einem Fehler im Spielaufbau durch einen Treffer von Andrich auch schon zurück. Der VfB kam gegen Bayer in der Anfangsphase überhaupt nicht klar und Schick erhöhte schnell auf 2:0. Die Schwaben wirkten überfordert und die Partie entschieden. Doch Andrich sah nach einem rüden Einsteigen die Rote Karte. Fortan herrschte viel Hektik und Stuttgart verkürzte vor der Pause noch. Allerdings kam die Werkself wieder gefestigt aus der Kabine. Dagegen fiel den Hausherren in der Offensive recht wenig ein. Die Gäste waren per Konter gefährlicher und trafen durch Wirtz zum 3:1-Endstand.

Haaland beendet die Berliner Aufholjagd

Dortmund blieb auf Kurs und schlug Union Berlin nach einem unterhaltsamen Spiel mit 4:2. Die erste Aktion gehörte zwar den Gästen (Abseitstor von Awoniyi in der ersten Minute), danach waren die Machtverhältnisse indes schnell geklärt. Zunächst traf Guerreiro per Traumtor zur Führung für den BVB. Wenig später setzte Haaland seinen ganzen Körper im Luftduell ein und erhöhte auf 2:0. Als Friedrich nach dem Wechsel noch den Ball ins eigene Tor stolperte, schien die Partie gelaufen. Doch die Berliner steckten nicht auf, kamen durch einen Elfmeter, den Kruse verwandelte, nochmal zurück. Obwohl Voglsammer sogar auf 2:3 stellte, kam keine große Hektik auf. Denn Haaland traf schnell zum 4:2 und brach damit den Widerstand der Berliner, die erstmals in dieser Saison verloren.

Weghorst rettet Wolfsburg noch das Remis

Wolfsburg musste beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt erstmals Punkte abgeben und ist die Tabellenführung damit an Bayern München los. Der VfL war in der Anfangsphase zwar das bessere Team (Weghorst traf die Latte), doch die Eintracht fing sich und ging auch direkt in Führung. Lammers traf mit einem schönen Schuss. Nach dem Wechsel drückte Wolfsburg mehr und mehr aufs Tempo und belohnte sich mit dem 1:1 durch Weghorst. Durch das Remis bleiben die Hessen unter Trainer Oliver Glasner weiterhin sieglos.  

Köln - Leipzig: VAR-Festival und Schlagabtausch endet nur 1:1

1. FC Köln und Bayern München

Kölns Modeste traf gegen Leipzig, Lewandowski und Kimmich gegen Bochum. imago images (2)

Das Topspiel am Samstagabend zwischen dem 1. FC Köln und RB Leipzig hatte viel Brisantes zu bieten - Torchancen, Alu-Treffer und jede Menge Arbeit für Schiedsrichter Felix Brych und seinen VAR im "Kölner Keller". Tore wurden auf beiden Seiten aberkannt und auch beim FC-Führungstor durch Modeste gab es eine minutenlange Überprüfung. Nach dem Nackenschlag bäumten sich die Sachsen aber mächtig gegen die drohende vierte Saisonniederlage und wurden durch Haidaras wuchtigen Kopfball zum 1:1 belohnt. In der spannenden Schlussphase war die Marsch-Elf eigentlich näher am Sieg (unter anderem Szoboszlai verzweifelte am bärenstarken Keeper Horn), doch in der Nachspielzeit schob Duda den Ball nicht ins leere Tore, sondern in Gulacsis Arme.

FC Bayern - Bochum: Sané bricht den Freistoß-Fluch - Nächster Lewandowski-Rekord

Viel war die Rede von Respekt vor dem gut strukturierten VfL Bochum im Vorfeld der Partie in München, FCB-Trainer Julian Nagelsmann warnte eindringlich vor dem Aufsteiger. Eine Viertelstunde konnte man das Gesagte nachvollziehen, dann brachen bei der Reis-Elf die Dämme. Sané per direktem Freistoß - dem ersten solchen Treffer für den Rekordmeister seit 69 Bundesliga-Spielen -, Kimmich aus der Drehung und dann Gnabry per Flachschuss brachten die Münchner zwischen der 17. und der 32. Minute souverän und spielerisch sehr ansehnlich auf die Siegerstraße. Noch vor der Halbzeitpause unterlief VfL-Abwehrspieler Lampropoulos ein Fauxpas, als er den Rückpass am herauslaufenden Keeper Riemann vorbei zum 0:4 ins Netz schob. Das Besondere an diesem Vier-Tore-Zwischenstand? Lewandowski hatte keinen Anteil daran. In der zweiten Hälfte war der Torjäger der Münchner dann zum 5:0 erfolgreich und knackte damit den nächsten Bundesliga-Rekord: Nie zuvor traf eine Spieler in 13 Heimspielen in Folge. Kimmich schnürte derweil seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga. Den Schlusspunkt besorgte Joker Choupo-Moting, der im dritten Versuch das 7:0 erzielte.

Bielefeld - Hoffenheim: Arminia lässt erst viel liegen und muss dann zufrieden sein

Arminia Bielefeld schnürte die TSG Hoffenheim in der Anfangsphase regelrecht ein, doch die Ostwestfalen ließen drei Großchancen aus und hielten damit die Kraichgauer im Spiel. Die größte Gelegenheit im ersten Abschnitt ließ Arminia-Mittelstürmer Klos aus, der alleine vor dem Tor TSG-Keeper Baumann anschoss. Dann aber raffte sich die Hoeneß-Elf auf, kam immer besser ins Spiel und hätte durchaus in Führung gehen können. Im zweiten Abschnitt waren die Hoffenheimer dann das spielbestimmende Team, doch die Arminen verteidigten wacker und durften am Ende mit der Nullnummer zufrieden sein.

Augsburg - Gladbach: Pleas Tor zählt nicht - Niederlechner bedankt sich bei Elvedi

Augsburg war vor der Partie ohne Heimpunkt, die Gladbacher hatten dagegen in der Fremde noch nichts mitgenommen in dieser Runde. Entsprechend ereignislos verliefen auch die ersten 45 Minuten, in denen es in den Strafräumen extrem ruhig zuging. Das änderte sich kurz vor dem Halbzeitpfiff, als Caligiuris Hereingabe nur an den Pfosten klatschte. Direkt nach Wiederanpfiff jubelte plötzlich Gladbach, doch der vermeintliche Torschütze Plea stand einen Hauch im Abseits. Ein krasser Abwehrfehler des Borussen Elvedi sorgte aber doch noch für Jubel - und zwar bei Augsburgs Joker Niederlechner, der sich eiskalt mit dem Siegtor bedankte. Die Weinzierl-Elf fuhr damit die ersten Zähler vor heimischen Fans ein und zugleich den ersten Dreier in dieser Spielzeit - Hütters Mannschaft indes muss bei Auswärtsspielen weiter warten mit etwas Zählbarem.

Augsburgs Matchwinner: Florian Niederlechner

Augsburgs Matchwinner: Florian Niederlechner. Getty Images

Mainz - Freiburg: Nullnummer ein logisches Ergebnis

Mainz und Freiburg sind bestens in die Saison gestartet, der SC war vor der Partie sogar noch ungeschlagen. Doch der erste Durchgang ließ von einem möglicherweise großen Selbstbewusstsein auf beiden Seiten nichts erahnen, beide Teams neutralisierten sich weitestgehend, so dass Chancen quasi nicht heraussprangen. In der 42. Minute der erste Torschuss - Freiburgs Keeper Flekken parierte gegen Boetius. Auch im zweiten Durchgang ging kein Team größeres Risiko - Flekken musste gegen Burkardt und St. Juste eingreifen -, so dass auch hier das torlose Remis das logische Ergebnis war.

Hertha - Fürth: Ekkelenkamp braucht nur 87 Sekunden - Bauer ganz bitter

Herthas Joker Ekkelenkamp jubelt.

Herthas Joker Ekkelenkamp jubelt. imago images/Jan Huebner

Hertha BSC feierte einen am Ende verdienten Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth, der allerdings glücklich zustande kam. Nachdem die Mittelfranken durch Hrgotas Elfmetertor erstmals in dieser Saison in Führung gegangen waren, steigerten sich die Berliner mächtig und schlugen dank Joker Ekkelenkamp zurück - der Niederländer brauchte nur 87 Sekunden, um nach seiner Einwechslung zu jubeln. Der Siegtreffer fiel dann nach Richters Flanke durch den Fürther Abwehrspieler Bauer, der beim Klärungsversuch den Ball in die eigenen Maschen lenkte. Mit dem 2:1 schlägt die Dardai-Elf den zweiten Aufsteiger (zuletzt 3:1 in Bochum) in Folge.

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Spieltagsbilder 5. Spieltag 2021/22