Bundesliga

Niklas Dorsch exklusiv: "Das Talent-Sein ist vorbei"

Augsburgs Mittelfeldspieler über Führungsqualitäten und Maaßen

Dorsch: "Das Talent-Sein ist vorbei"

Geht in seine zweite Saison mit dem FC Augsburg: Niklas Dorsch.

Geht in seine zweite Saison mit dem FC Augsburg: Niklas Dorsch. IMAGO/Krieger

Eine turbulente erste Saison beim FC Augsburg endete für Niklas Dorsch im Krankenhaus. Am 34. Spieltag, beim 2:1 gegen Absteiger Fürth, hatte sich der sieben Millionen Euro schwere Neuzugang aus Gent bei seinem insgesamt 31. Bundesliga-Spiel einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Nach anschließender Operation und Reha geht es Dorsch inzwischen "den Umständen entsprechend sehr gut", wie er im kicker-Interview (Montagsausgabe) versichert.

Sein vollständiges Trainingscomeback plant der U-21-Europameister im Trainingslager Mitte Juli in Österreich an, dann will er unter Enrico Maaßen voll durchstarten. Mit dem neuen Trainer hat Dorsch bereits gesprochen und kennt dessen Pläne für die kommende Spielzeit. "Es wird nicht leichter", sagt der Mittelfeldspieler zwar, aber: "Wir haben meiner Meinung nach eine super Mannschaft, dazu einen jungen, ambitionierten Trainer bekommen, der Bock hat, hier etwas zu erreichen."

Dorsch: "Es ist alles gegeben, was ich brauche, um mich wohlzufühlen"

Bereut hat er seine Entscheidung aus dem Vorsommer, also den Wechsel zum FCA, nicht. "Ich hatte es nie leicht in meiner Karriere, deswegen werde ich nach ein paar Turbulenzen nicht alles über den Haufen werfen."

Jeden Tag, so Dorsch, "freue ich mich auf die Truppe, das Training und das neue Trainerteam. Es ist alles gegeben, was ich brauche, um mich wohlzufühlen. Das Wichtigste ist die fußballerische Entwicklung, da sehe ich mit dem neuen Trainer viel Potenzial."

Potenzial und Erfahrung, dazwischen ordnet der 24-Jährige sich ein. Trotzdem will er eine Führungsrolle übernehmen. "Das Talent-Sein ist vorbei, es geht darum, ein gestandener Spieler zu werden. Führungsqualitäten gehören für mich dazu, allein schon von meiner Position auf der Sechs aus ist es wichtig, etwas auszustrahlen."

Wie er das Aus von Markus Weinzierl erlebt hat, was er in der neuen Saison speziell verbessern will und welcher Vergleich "nicht mehr angebracht" ist, lesen Sie im großen kicker-Interview am Montag - hier auch als eMagazine!

Mario Krischel

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