2. Bundesliga

Würzburger Trainer Trares hadert: Doppelte Überzahl, einfacher Ertrag

Würzburg kommt gegen Braunschweig nicht über ein Remis hinaus

Doppelte Überzahl, einfacher Ertrag: Trares ärgert die Ausbeute

Bedient: Würzburgs Trainer Bernhard Trares nach dem torlosen Remis gegen Braunschweig.

Bedient: Würzburgs Trainer Bernhard Trares nach dem torlosen Remis gegen Braunschweig. imago images

Nach insgesamt 95 Minuten stand auf der Anzeigetafel ein 0:0, im Kellerduell zwischen Schlusslicht Würzburg und den auf Relegationsplatz 16 stehenden Braunschweigern war kein einziger Treffer gefallen. Dabei hatten die Unterfranken reichlich Chancen - und agierten in Überzahl.

Würzburg lässt mit zwei Mann mehr plötzlich nach

Die Kickers waren nach einem insgesamt schwachen ersten Abschnitt in der zweiten Hälfte durchgehend überlegen. Mit in die Karten spielten dem FWK gleich zwei Platzverweise: Erst holte sich Braunschweigs Dominik Wydra kurz nach der Pause eine überflüssige Gelb-Rote Karte ab (51.), dann flog auch noch Manuel Schwenk mit Rot (66.) vom Platz. Der Angreifer räumte Würzburgs Dominic Baumann völlig unnötig von hinten um.

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Würzburger Kickers - Vereinsdaten
Würzburger Kickers

Gründungsdatum

17.11.1907

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Mit "nur" einem Mann mehr erspielten sich die Hausherren mehrere Gelegenheiten, scheiterten aber entweder am guten Löwen-Schlussmann Jasmin Fejzic oder am Aluminium. Mit dem zweiten Platzverweis gegen Braunschweig wussten die Hausherren aber gar nichts anzufangen, Würzburg lies überraschenderweise nach. "So ein Spiel musst du normalerweise gewinnen", ärgerte sich dann auch Coach Bernhard Trares nach dem Abpfiff am "Sky"-Mikrofon.

Remis hilft zu harmlosen Kickers nicht wirklich weiter

Dass es am Ende trotz Überzahl dazu nicht reichte, war für die Unterfranken doppelt ärgerlich. Nicht nur der zweite Sieg in Serie wurde vergeben, sondern auch die Chance, näher an Platz 16 und Braunschweig heranzurücken. Am Ende war dann auch noch Pech im Spiel, da Winter-Neuzugang Rolf Feltscher in der 90. Minute den Pfosten traf. Doch die bereits fünfte Partie ohne eigenes Tor zeigte einmal mehr die Probleme einer der schwächsten Offensivreihen des deutschen Unterhauses (nur 18 Tore in 16 Spielen) auf.

Am Ende resümierte Trares nach dem immerhin ersten Saisonspiel ohne Gegentor: "Die Jungs haben alles gegeben, doch du brauchst auch das nötige Glück, dass so ein Ball vom Innenpfosten reingeht." Mittelfeldmann Patrick Sontheimer hingegen resümierte deutlich: "Wir wissen, dass das zwei verschenkte Punkte waren."

mje