Bundesliga

Doan: "Ich hoffe auf gute Bedingungen"

Bielefeld: Japaner macht Appetit auf mehr

Doan: "Ich hoffe auf gute Bedingungen"

Ritsu Doan

Mach Lust auf mehr: Ritsu Doan. imago images

Eigentlich war er für den rechten Flügel geholt worden. "Das ist meine Lieblingsposition", hatte Ritsu Doan kurz nach der Ankunft in Bielefeld auch offen eingestanden. "Aber ich habe mit dem Trainer gesprochen, dass ich auch auf der Zehn spielen kann. Wenn ich dort spielen soll, okay. Dann ist das kein Problem."

Gesagt, gedacht - und zur Bundesliga-Premiere des 22-jährigen am vergangenen Samstag beim 1:1 in Frankfurt auch von Coach Uwe Neuhaus getan, jedenfalls so halb. Als einer von zwei Achtern nämlich spielte der Japaner in Arminias 4-3-3 rechts neben Marcel Hartel einen zentraleren Part, während Cebio Soukou auf der rechten Seite agierte.

Spielersteckbrief Doan
Doan

Doan Ritsu

Drei Punkte sind der Wunsch

Das sah streckenweise ordentlich aus. Leichtfüßig und technisch beschlagen sorgte Doan vor allem für die Umschaltmomente im Bielefelder Team, erreichte mit 76 Prozent Passquote und 60 Prozent gewonnen Zweikämpfen schon durchaus ansprechende Werte. "Es war sehr aufregend. Ein hartes Spiel, auch für mich. Wir haben es gut gemacht und den einen Punkt verdient", so das erste Fazit, gefolgt von einem Ausblick auf die erste Heimpartie am Samstag gegen Köln: "Ich wünsche uns nun drei Punkte im nächsten Spiel."

Doans Leihe war für Roger Schmidt eine gute Option

Von Gamba Osaka kommend war der kleine, kräftig wirkende Offensivspieler über den FC Groningen 2019 bei der PSV Eindhoven gelandet. In 21 Spielen in der niederländischen Eredivisie 2019/20 (drei Tore, eine Vorlage) konnte er sich dort noch nicht nachhaltig durchsetzen. Der neue Trainer der Niederländer, der deutsche Roger Schmidt, hielt es für eine gute Option, seinen talentierten Spieler für zumindest ein Jahr per Ausleihe mit Kaufoption nach Bielefeld abzugeben, erzählt Doan, der zwar von keiner leichten Entscheidung sprach, sich jetzt aber zuversichtlich zeigt: "Ich hoffe, in Bielefeld gute Bedingungen anzutreffen."

Der Anfang ist gemacht, wenngleich für ihn wie für Arminia logischerweise noch Luft nach oben besteht. Doch die trickreiche Art und individuelle Klasse, mit der der Neue das Angriffsspiel des Aufsteigers belebt, macht Appetit auf mehr.

Michael Richter

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