Tennis

Djokovic zweifelt Teilnahme an Australian Open an

Wohl keine Visa für Ungeimpfte

Djokovic zweifelt Teilnahme an Australian Open an

Dieses Jahr gewann Djokovic das ATP-Turnier in Melbourne, nächstes Jahr könnte er es verpassen. 

Dieses Jahr gewann Djokovic das ATP-Turnier in Melbourne, nächstes Jahr könnte er es verpassen.  imago images/Schreyer

Wie Dan Andrews, Premierminister des Bundesstaats Victoria, am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, werden ungeimpfte Profis wohl kein Visum für die Australian Open erhalten. Er denke nicht, dass dies im Januar nächsten Jahres ohne wochenlange Quarantäne möglich sei. "Dem Virus ist es egal, wo du in der Weltrangliste stehst oder wie viele Grand Slams du gewonnen hast", erklärte Andrews seine Haltung.

Dies gefährdet die Teilnahme des Titelverteidigers Novak Djokovic. Der Weltranglistenerste zweifelt gegenüber der Zeitung "Blic" an, ob er nach Australien reisen würde. Er wolle das Turnier zwar spielen, da es der Grand Slam sei, "bei dem ich am meisten Erfolg hatte", aber könne dies aktuell noch nicht sicher einplanen: "Ich weiß nicht, ob ich nach Australien reisen werde. Die aktuelle Situation ist nicht gut". 

Djokovic kritisiert und schweigt

Der 34-Jährige hatte sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich als Kritiker der Corona-Impfung positioniert und vermeidet weiterhin eine klare Antwort auf die Frage nach seinem Impfstatus: "Das ist eine private Angelegenheit. Zu viele Leute nehmen sich heraus, Fragen zu stellen und andere Menschen zu beurteilen". Seine Zurückhaltung begründet der "Djoker" damit, dass falsch interpretiert werden könne was auch immer man antworte. 

Australien gehört zu den Ländern mit den härtesten Einreisebestimmungen weltweit und hatte bereits in diesem Jahr die Australian Open nur unter höchsten Sicherheitsbedingungen nach mehrwöchiger Quarantäne der Spieler abgehalten. Ob dies im kommenden Januar nun erneut passiert, oder das Turnier möglicherweise ohne den neunmaligen Sieger Djokovic stattfindet, bleibt zunächst offen. 

sid/kon

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