Tennis

Djokovic wehrt sich vergeblich: Kroatien im Finale

Gojo gewinnt gegen Lajovic

Djokovic wehrt sich vergeblich: Kroatien im Finale

Wehrten sich im Doppel vergeblich: Novak Djokovic und Filip Krajinovic.

Wehrten sich im Doppel vergeblich: Novak Djokovic und Filip Krajinovic. imago images/ZUMA Wire

Das erste Halbfinale des Davis Cups war das Duell der "Balkan-Brüder", wie Kroatiens Top-Spieler Marin Cilic im Vorfeld gesagt hatte. Die Favoritenrolle fiel dabei den Serben zu, wie auch die kroatische Trainer-Ikone Niki Pilic feststellte. "Objektiv betrachtet haben die Serben die besseren Spieler", sagte der mittlerweile 82-Jährige, wies aber auch darauf hin, dass das Team um Novak Djokovic im Einzel nicht patzen sollte, denn im Doppel sieht die Sache anders aus, schließlich zählt das kroatische Doppel Pavic/Mektic zu den Besten der Welt.

Zum Start traf Dusan Lajovic, Nummer 33 der Welt, auf den kroatischen Newcomer Borna Gojo, der gerade mal auf Position 276 geführt wird - zu Beginn war von diesem Klassenunterschied aber nichts zu sehen, vielmehr legte Gojo furios los und führte rasch mit 3:0. Der 23-Jährige überzeugte mit einer starken Vorhand, hatte seine Nerven aber nicht im Griff und gab nach 4:1-Führung fünf Spiele in Folge ab und verlor so Satz eins mit 4:6.

Durchgang zwei entwickelte sich Lajovic erneut zum Vabanquespiel, der Favorit wackelte enorm bei eigenem Aufschlag, während sein Kontrahent das eigene Service stabilisierte. Die Folge: Gojo gewann 6:3 und erzwang wie schon im Viertelfinale gegen Italien gegen den ebenfalls favorisierten Lorenzo Sonego den entscheidenden Dritten. Sollte er die nächste Sensation schaffen? Das tat er. Gojo gewann das Match am Ende klar mit 4:6, 6:3, 6:2 und stellte die Weichen damit aus kroatischer Sicht auf Finaleinzug. 

Djokovic wehrt sich nach Kräften - letztlich vergebens

Weil Novak Djokovic gegen Marin Cilic beim 6:4, 6:2 nichts anbrennen ließ, musste die Entscheidung im Doppel fallen.  Die Serben wechselten dann noch das Doppel und stellten anstelle von Nikola Cacic Filip Krajinovic an die Seite des Djokers. Favorit in diesem Match blieben dennoch die Kroaten Nikola Mektic und Mate Pavic.

So klar, wie von manch einem erwartet, verlief das Match dann doch nicht. Das lag vor allem an Djokovic, der sich nach Kräften wehrte - nur reichte es am Ende nicht, um zu gewinnen. Mektic/Pavic behielte mit 7:5, 6:1 die Oberhand und führten ihr Team ins Finale.

Dort trifft Kroatien entweder auf Top-Favorit Russland oder die deutsche Auswahl. Diese zwei ermitteln am Samstag den zweiten Finalisten.

drm