Sport Games

DIRT 5: Tschüss Simulation, hallo Offroad-Fahrspaß

Im Test

DIRT 5: Tschüss Simulation, hallo Offroad-Fahrspaß

DIRT 5 belebt das Genre der Arcade-Offroad-Rennspiele wieder.

DIRT 5 belebt das Genre der Arcade-Offroad-Rennspiele wieder. Codemasters

Passend zum regnerischen Herbstwetter in Deutschland entführt euch Entwickler Codemasters mit DIRT 5 abermals auf unwegsames Gelände. Im Gegensatz zur Simulation DIRT Rally 2.0 steht hier aber erneut der einsteigerfreundliche Spielspaß im Fokus und das ist gut so.

Schnell, spaßig, abwechslungsreich

Codemasters tut es mit DIRT fortan der Forza-Reihe von Microsoft gleich und veröffentlicht zwei grundverschiedene Ableger im Genre der Rennspiele. Fans realistischer Rallye-Etappen werden mit DIRT Rally exzellent bedient, während alle anderen mit dem voll und ganz auf Spielspaß getrimmten DIRT 5 über Schnee und Matsch heizen.

Dieser Richtungswechsel gefällt uns ausgesprochen gut. Denn für sich genommen sind beides exzellente Rennspiele, die eine ganz andere Zielgruppe ansprechen. Statt hier eine suboptimale Hybrid-Lösung zu präsentieren, weiß jeder, was ihn in DiRT Rally 2.0 und DIRT 5 erwartet.

Im aktuellen Falle ist das ein reinrassiger Arcade-Racer im Offroad-Terrain und allein das ist heutzutage schon eine Seltenheit. Hier dreht sich alles um Rundkursrennen, in denen der Lackaustausch mit euren Kontrahenten nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist.

Gefahren wird in acht abwechslungsreichen Klassen: Von modernen Rallye-Boliden über fette Offroad-Trucks bis hin zu Muscle Cars. Nicht weniger variantenreich fallen zudem die Umgebungen aus, die euch über Strecken rund um den Erdball heizen lassen. Mal rast ihr durch ein verschneites Dorf in Norwegen, mal durch einen malerischen Wald in China. Diese spielerische wie optische Abwechslung gefällt.

Einsteigen und Spaß haben

DIRT 5 setzt auf ein Arcade-Fahrverhalten und Physik-Modell und geht daher auch für Genre-Neueinsteiger leicht von der Hand. Da kaum eines der Rennen länger als fünf Minuten dauert, eignet sich das Rennspiel perfekt für ein paar schnelle Runden zwischendurch.

Spaß machen dabei alle Events und Fahrzeugklassen gleichermaßen. Egal ob ihr durch einen Schneesturm driftet oder im Path-Finder-Modus versucht, überhaupt unversehrt die Ziellinie zu erreichen.

Zumal der Karrieremodus trotz überschaubarer Handlung motiviert, da euch das Spiel oft die Wahl zwischen verschiedenen Events lässt und eure Leistungen mit Erfahrungspunkten und Geld-Boni belohnt, die ihr dann in neue Boliden oder Fahrzeug-Designs stecken dürft.

Wer gerne mit Freunden an einer Konsole die Reifen qualmen lässt, freut sich zudem über die Rückkehr des geteilten Bildschirms, während DIRT 5 auch in den Onlinemodi begeistert. Ähnlich gut gefällt uns zudem der Playgrounds-Streckeneditor, in dem ihr eure eigenen Hindernisparcours zusammenschustert oder kurzerhand die Kreationen der anderen Spieler ausprobiert.

DIRT 5 stellt den Arcade-Spielspaß in den Mittelpunkt. Codemasters

Fazit zu DIRT 5

DIRT 5 stellt ein rundum gelungenes Arcade-Rennspiel dar, dass konsequent den Weg in Richtung Fahrspaß geht. Die teils beeindruckenden Strecken und abwechslungsreichen Rennen sorgen in Kombination mit dem Soundtrack für etliche Stunden gute Laune. Wenn ihr wisst, worauf ihr euch einlasst.

Denn klassische Rallye-Etappen glänzen hier ebenso durch Abwesenheit, wie wirklich bahnbrechende Neuerungen. Wer bereits DIRT 2 oder 3 gerne gespielt hat, wird mit DIRT 5 seine wahre Freude haben und das dank Next-Gen-Upgrade für PlayStation 5 und Xbox Series X sogar in zukunftstauglicher Form.

Ein gleichermaßen motivierendes, wie fesselndes Arcade-Rennspiel, das euch immer wieder für ein paar schnelle Runden hinter dem Steuer Platz nehmen lässt ohne dass ihr euch stundenlang mit der Steuerung vertraut machen müsstet. Allein das hat heutzutage ja schon Seltenheitswert.

Weitere Rennspiel-News und alles aus der Welt des Esports und Gamings gibt es auf EarlyGame und dem EarlyGame YouTube-Kanal

Philipp Briel