Bundesliga

So schätzt Casteels Wolfsburgs Lage ein

Der VfL Wolfsburg trifft und gewinnt wieder nicht

"Dieser Punkt reicht nicht": So schätzt Kapitän Casteels die Lage ein

Kritische Analyse: Koen Casteels.

Kritische Analyse: Koen Casteels. picture alliance/dpa

Immerhin: Koen Casteels hat in der Bundesliga erstmals seit dem 6. November (1:0 gegen Augsburg) wieder zu null gespielt. Das war die beste Nachricht am Samstag, alles andere war trostlos wie so vieles in der vergangenen Zeit. 0:0 im Heimspiel gegen Hertha BSC, statt eines Befreiungsschlages lieferte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt den nächsten Beleg, dass sie nicht ohne weiteres aus dem Tabellenkeller kommen wird. Zu wenig, findet auch der Kapitän. "Da, wo wir jetzt stehen, mit den Spielen, die wir in den vergangenen Wochen und Monaten abgeliefert haben", sagt Casteels, "reicht dieser Punkt nicht."

Mit der Leistung seiner Mannschaft war der Schlussmann grundsätzlich einverstanden, "es war viel mehr drin, wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen". Tat der VfL allerdings zum insgesamt zehnten Mal in Folge nicht. In fünf der vergangenen sechs Spiele blieb Wolfsburg ohne eigenen Treffer. "Es fällt uns momentan echt schwer, Tore zu machen", stellt Casteels fest. Woran das liegt? "Man kann es manchmal nicht erklären", rätselt auch der Belgier. "Im Freundschaftsspiel gehen fünf rein, in der Bundesliga klappt es nicht." Casteels spielt auf das 5:4 im Winter-Test gegen Paderborn an, die Unterschiede liegen freilich auf der Hand: Der SCP ist ein Zweitligist, der beim Spiel am 4. Januar gerade mal einen Tag im Training war.

Wolfsburg bleibt in Not, die Führung, die Mannschaft, der Trainer stehen in der Kritik. Casteels erlebt Kohfeldt derweil "sehr motiviert. Er ist derjenige, der am meisten an uns Spieler glaubt." Dieser Glaube wurde in den vergangenen Wochen jedoch auf eine harte Probe gestellt. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? "Natürlich ist das Gefühl nach einem Sieg durch nichts zu ersetzen", antwortet der Kapitän und streicht heraus: "Ich habe nicht das Gefühl, dass es Spieler gibt, die gefühlt aufgegeben haben oder die weniger machen. Wir haben eine sehr gute Mentalität." Das freilich gilt es in den kommenden Wochen und Monaten unter Beweis zu stellen.

Lesen Sie auch:
Kohfeldt hadert: "Ein glasklarer Elfmeter, keine Diskussion"

Thomas Hiete

Vernichtendes Votum für den DFB: Das ist Ihre Meinung