Bundesliga

Diese Entscheidungen fallen beim Bundesliga-Finale

Wer steigt direkt ab? Wer löst alles Europa-Tickets?

Diese Entscheidungen fallen beim Bundesliga-Finale

Wer bleibt in der Liga? Davie Selke oder Stuttgarts Sasa Kalajdzic (re.).

Wer bleibt in der Liga? Davie Selke oder Stuttgarts Sasa Kalajdzic (re.).

Der FC Bayern ist zum zehnten Mal in Folge Meister, der BVB hat den Vizemeister-Platz inne und Aufsteiger Fürth geht den direkten Gang zurück ins deutsche Unterhaus. Diese Entscheidungen stehen vor dem finalen und 34. Bundesliga-Spieltag bereits fest - genauso wie Leverkusens Champions-League-Teilnahme, Kölns Rückkehr nach Europa und Augsburgs Klassenerhalt.

Für reichlich Spannung ist beim großen Finale in dieser Saison aber dennoch gesorgt, wenn die neun Spiele dieses Mal wieder zeitgleich am Samstag um 15.30 Uhr über die Bühne gehen.

Champions League: Bayern, Dortmund, Leverkusen - und?

Der 34. Spieltag

Hat man vor der Saison getippt, dass Bayern München als Meister und dahinter Dortmund, Leverkusen sowie Leipzig mit in die Königsklasse einziehen werden, dann sind die Quoten dafür nicht sonderlich hoch gewesen. Einen Spieltag vor Abschluss dieser Spielzeit sieht es auch ganz nach diesem CL-Viererpack aus.

Und doch kann es noch zu einer faustdicken Überraschung kommen, mit der so ganz und gar nicht zu rechnen gewesen ist: Denn während der FCB, der BVB und Bayer 04 ihre Tickets bereits in der Tasche haben, muss das bei 57 Punkten stehende RB noch eine Hausaufgabe erledigen: das Gastspiel bei den noch nicht ganz abgestiegenen Bielefeldern erfolgreich bestreiten.

Holen die Sachsen (Torverhältnis von +35) auf der Alm mindestens einen Punkt, ist die Champions League sicher. Geht dieses Duell aber verloren, hat der SC Freiburg, der zufälligerweise am Samstag eine Woche später (21. Mai, 20 Uhr) im Berliner Olympiastadion DFB-Pokalfinalgegner der Leipziger ist, die große Chance auf die Königsklasse. Die Breisgauer (55 Zähler, +13) benötigen ihrerseits dafür einen Dreier in Leverkusen.

Köln und Union: Was darf es sein?

Auf nach Europa: Kölns Trainer Steffen Baumgart gibt Anweisungen.

Auf nach Europa: Kölns Trainer Steffen Baumgart gibt Anweisungen. IMAGO/Treese

Apropos Freiburg und Leipzig: Da sich beide über die Liga bereits für das europäische Geschäft qualifizierte Klubs im Pokalfinale gegenüberstehen, bleibt ein Europa-League-Ticket am Ende übrig, weswegen Köln aktuell als Siebter (52 Punkte, +4) bereits die Rückkehr ins internationale Geschäft feiern kann. Mindestens die Teilnahme an den Play-offs für die Conference League ist sicher.

Für die Europa League braucht es neben einem Auswärtssieg bei den auf den direkten Klassenerhalt spekulierenden Stuttgartern noch einen Ausrutscher von Union Berlin (zu Hause gegen Bochum gefordert).

Die Eisernen, die nach einer erneut starken Saison bereits zum zweiten Mal in Folge international spielen werden (Conference-League-Teilnahme 2021/22), haben mit 54 zwei Zähler mehr als der "Effzeh" und das etwas bessere Torverhältnis (+5). Die Köpenicker befinden sich allerdings ihrerseits nur einen Punkt hinter Freiburg und könnten noch Platz fünf einnehmen. Bei nur einem eigenen Zähler beziehungsweise einer Niederlage der Unioner haben die Kölner die Chance, vorbeizuziehen.

Schafft Bielefeld das Wunder?

Nach den Ergebnissen vom 33. Spieltag, gerade dem erreichten 2:2 des VfB Stuttgart beim FC Bayern, sind Bielefelds Chancen auf den Klassenerhalt auf ein Minimum gesunken. Die Elf von Trainer Marco Kostmann (27 Punkte, -26) hat vor dem finalen Akt drei Zähler sowie sieben Treffer Rückstand auf die Schwaben. Das Szenario Richtung Wunder ist somit klar: Während Stuttgart (30 Punkte, -19) nicht gegen Köln punkten darf, braucht die Arminia nicht nur einen Dreier gegen Leipzig, sondern auch noch ein Erfolgserlebnis mit klarem Ergebnis.

Rutscht Hertha noch hinter Stuttgart?

Viel entscheidender wird da die Frage sein, wer in die Relegation muss. Die Tendenz dabei ist klar: Der VfB (30 Punkte, -19) hat die deutlich schlechteren Karten gegenüber der auf Rang 15 stehenden Hertha (33 Zähler, -33), dafür aber das klar bessere Torverhältnis.

Heißt im Umkehrschluss: Sollten die Berliner in Dortmund verlieren - der bereits als Vizemeister feststehende BVB hat nach dem überraschenden 2:3 kurz vor Weihnachten noch eine Rechnung offen -, wären die Schwaben mit einem eigenen Sieg vor heimischer Kulisse gegen den 1. FC Köln doch noch gerettet. Dann würde auch Felix Magaths Rettungsmission in Berlin in zwei weitere Runden gehen. Der Alten Dame reicht dagegen ein Punkt zum sicheren Klassenerhalt.

mag