Bundesliga

"Dieb" Kruse ärgert Herrmann - und freut sich

Gladbachs Sportdirektor Eberl spricht von "ganz großem Sport"

"Dieb" Kruse ärgert Herrmann - und freut sich

Emotionen pur: Patrick Herrmann lieferte gegen Hoffenheim eine starke Vorstellung ab.

Emotionen pur: Patrick Herrmann lieferte gegen Hoffenheim eine starke Vorstellung ab. imago

In gewissen Phasen war es eine Demonstration von fußballerischer Klasse, in anderen zumindest eine von Reife. Nach mäßiger Anfangsviertelstunde drehte Gladbach in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena auf und ließ Hoffenheim kaum nach Luft schnappen. "Das war ganz großer Sport", sagte Sportdirektor Max Eberl. Der Klub habe "großartige Tage" hinter sich mit sechs Zählern und 6:1 Toren aus den beiden Gastauftritten in München und Hoffenheim: "Das ist schon herausragend", so Eberl.

Diese Aussage hätte der 41-Jährige auch auf die Darbietung von Patrick Herrmann beziehen können. Der Flügelstürmer, der unter der Woche seinen Vertrag am Niederrhein verlängert hatte, tat sich gegen Hoffenheim mit einer umtriebigen Leistung hervor. Der 24-Jährige war ein ständiger Unruheherd und glänzte mit einem Doppelpack. "Es könnte nicht viel besser laufen als im Moment", freute sich Herrmann nach dem Spielende. Mit Blick auf die Königsklasse sagte er voller Optimismus: "Es sieht sehr gut aus. Wir haben es selbst in der Hand."

Jetzt rückt das Ziel immer näher.

Gladbachs Max Kruse nach dem Sieg gegen Hoffenheim mit Blick auf die Königsklasse

Ein kleiner Wermutstropfen blieb für Herrmann trotzdem: Vor dem Ausgleichstor, das Max Kruse per Strafstoß gelang, hatte er den Ball ins Netz geschoben. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer hatte vorher aber ein Foulspiel von David Abraham an Fabian Johnson gesehen und zeigte auf den Punkt. So trug sich Kruse in die Torschützenliste ein - und nicht Herrmann.

Kruse bekräftigte hinterher zwar, das interne Ranking sei unerheblich, einzig der Erfolg der Mannschaft zähle. Gleichwohl gab der Nationalspieler aber auch zu: "Patrick hat sich ein bisschen geärgert. Und ich habe mich ein bisschen gefreut."

Ein Signal an die Konkurrenz

Letztlich, und da waren sich hinterher im Gladbacher Lager aber alle einig, kam es nur auf die drei Punkte an: "Es war ein ganz deutliches Signal, dass wir uns da oben nicht mehr verdrängen lassen wollen", erklärte Kruse, "wir haben immer gesagt, dass wir zurecht da oben stehen, aber jetzt rückt das Ziel immer näher."

lei

Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - Bor. Mönchengladbach