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Topspiele: Greifswald vs. Rostock und Jena II vs. Luckenwalde abesagt

Vorschau Oberligen Nordost

Die Topspiele im Norden und Süden fallen aus

Leere Plätze: Am Donnerstag folgten die ersten Absagen in den Oberligen. Imago

Oberliga NOFV-Nord

Das Spitzenspiel des 20. Spieltags hätte am Sonntag zwischen dem Greifswalder FC (2.) und dem FC Hansa Rostock II (3.) stattfinden sollen. Doch die Partie wurde am Donnerstag abgesagt. Hintergrund dieser Entscheidung ist der bekannt gewordene Fall einer Corona-Infizierung an der CJD Christophorusschule Rostock, die auch von einigen Hansa-Nachwuchsspielern besucht wird. Zudem besteht der Verdacht einer möglichen Infizierung bei einem der NLZ-Trainer des FC Hansa Rostock. "So lange das Ergebnis der Untersuchung nicht klar ist, möchte der FC Hansa Rostock seiner Verantwortung und Fürsorgepflicht nachkommen", schreibt Hansa in einer Meldung.

Tennis Borussia Berlin (drei Spiele, drei Siege im Jahr 2020), die am vergangenen Wochenende etwas glücklich beim Lokalrivalen SC Staaken gewinnen konnten, haben am Samstag mit dem Heimspiel gegen den Vorletzten Brandenburger SC Süd eine machbare Aufgabe vor der Brust. Auf Rang vier notiert: Der FC Hertha Zehlendorf, der am Sonntag den SC Staaken auf eigenem Platz empfängt.

Ab Rang fünf beginnt das Mittelfeld, die Teams, die sich dort einreihen, werden aber von Teams aus dem Keller gefordert: So will der Ludwigsfelder FC (11.) bei TSG Neustrelitz (5.) nach drei Niederlagen in Folge endlich wieder punkten, um das Polster zu vergrößern. Der SV Victoria Seelow (13.) will bei der SpVgg Blau-Weiß Berlin (8.) nachlegen. Im Duell der beiden jüngst erfolgreichen Tabellennachbarn Tasmania Berlin (10.) gegen Torgelower FC Greif (9.) geht es vor allem für die Tasmanen darum, zum Mittelfeld aufzuschließen. Ganz unten muss der FC Strausberg (16.) beim MSV Pampow (6.) punkten. Dem CFC Hertha 06 (14.) könnte mit einem Heimdreier gegen Lok Stendal den Gegner in der Tabelle hinter sich und die Rote Zone verlassen.

Oberliga NOFV-Süd

An der Spitze thront nach drei Siegen aus drei Spielen im Jahr 2020 aktuell Carl Zeiss Jena II - doch aufsteigen werden die Thüringer wohl nicht, denn das Aushängeschild des Vereins wird die aktuelle Drittligazugehörigkeit eher nicht halten können. Der FC Carl Zeiss Jena I in der gleichen Liga wie der FC Carl Zeisse Jena II - das ist natürlich nicht möglich. Das Wochenende hätte nun der Liga das Spitzenspiel gegen den FSV Luckenwalde geracht, doch die Partie wurde am Donnerstag wegen "widrigen Platzverhältnissen" in Jena abgesagt. "Zudem kann, aufgrund des Ausfalls der Drittligapartie der Jenenser gegen Chemnitz an diesem Wochenende, die Einhaltung der derzeit wegen des Coronavirus geltenden Behördenverfügung, nur Veranstaltungen bis 500 Besucher stattfinden zu lassen, nicht gewährleistet werden. Es ist davon auszugehen, dass der harte Kern der Fans dann die zweite Vertretung unterstützt, was sicherlich mehr als 500 Zuschauer zum Spiel bringen würde. In Anbetracht der derzeitigen Lage in Deutschland und der Welt, ist deshalb auch eine Absage unter diesem Aspekt richtig und sinnvoll!", schreibt Luckenwalde in einer Meldung.

Der FC Einheit Rudolstadt (3.) wird zuhause gegen den FC Grimma (10.) antreten und könnte die Lücke zur Spitze schmelzen lassen.

Die weiteren Partien: Schlusslicht TV Askania Bernburg ging aus den drei Partien des Jahres bislang mit drei Niederlagen. Unter der Woche hat man nun einen Trainerwechsel vollzogen, will mit neuem Schwung beim FC International Leipzig bestehen, der sich jüngst gegen Nordhausen II nicht mit Ruhm bekleckerte. "Ich denke, wir haben die richtigen Schlüsse aus der Vorstellung in Nordhausen gezogen, und werden uns bei unserem Heimauftakt natürlich voll ins Zeug legen", sagt Sportdirektor Carsten Hänsel. Spielfrei hingegen ist der FSV Martinroda, der also nach dem jüngsten Überraschungssieg gegen den FC Eilenburg nicht nachlegen kann. Zum direkten Duell zweier Tabellennachbarn kommt es zwischen dem FC Oberlausitz Neugersdorf und dem FSV Wacker Nordhausen II. Auch nach dem Spiel FC Merseburg (7.) gegen SG Union Sandersdorf (8.) könnte es zu Positionswechseln kommen. Den Spieltag eröffnen am Freitagabend der FC Eilenburg (4.) und der VfL Halle (11.). Der VfB Krieschow könnte im einzigen Sonntagsspiel mit einem Sieg beim VFC Plauen an den Konkurrenten heranrücken.

jam