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Die TV-Geld-Rangliste der 2. Bundesliga

Größter Zuwachs für St. Pauli

Die TV-Geld-Rangliste der 2. Liga: Bei Schalke und Hertha wird mehr als halbiert

Schalke gegen Hertha, ein Bild aus der vergangenen Bundesliga-Saison.

Schalke gegen Hertha, ein Bild aus der vergangenen Bundesliga-Saison. IMAGO/Team 2

Von den insgesamt 1,3 Milliarden Euro aus der von der DFL durchgeführten nationalen und internationalen Vermarktung der Spiele in den beiden Profiligen entfallen auf die 18 Vereine der 2. Liga nur etwas mehr als 200 Millionen Euro. Die Vereine der 2. Liga schmerzt besonders, dass sie an den internationalen Vermarktungserlösen nicht beteiligt sind. In diesem Bereich werden an die 18 Bundesligaklubs insgesamt 155 Millionen Euro gezahlt.

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Der Abstieg aus der Bundesliga hat für Hertha BSC und Schalke 04 finanziell gewaltige Folgen - auch bei der Ausschüttung der Vermarktungserlöse der DFL. In der 2. Liga wird Hertha nach kicker-Berechnungen in der Saison 2023/24 mit etwa 24,1 Millionen Euro rund 26,5 Millionen Euro weniger als in der vergangenen Saison erhalten. Da kassierten die Berliner aus der nationalen und internationalen Vergabe der TV-Rechte exakt 47.641.565 Euro. Der FC Schalke 04 darf mit 21,5 Millionen Euro rechnen statt 44.230.087 Euro in der vergangenen Saison. Eine Mindereinnahme in Höhe von 22,7 Millionen Euro.

Durch Bielefelds Abstieg klettern gleich neun Klubs

Durch den Abstieg von Hertha und Schalke ist der Hamburger SV in der Geldrangliste um einen Platz abgerutscht und wird mit 18,9 Millionen Euro etwa 600.000 Euro weniger als im vergangenen Jahr erhalten. Der Abstieg von Arminia Bielefeld in die 3. Liga hat finanziell positive Auswirkungen für insgesamt neun Vereine der 2. Liga. Der SC Paderborn, Greuther Fürth, FC St. Pauli, Holstein Kiel, Hannover 96, Karlsruher SC, 1. FC Nürnberg, Hansa Rostock und Eintracht Braunschweig machten dadurch in den für die Berechnung der Zahlungen maßgeblichen Ranglisten jeweils einen Platz gut.

Der FC St. Pauli, Fünfter in der abgelaufenen Zweitligasaison, erfuhr mit einer Steigerung um 1,8 Millionen Euro auf 12,4 Millionen Euro den größten Zuwachs.

Jeder Verein der 2. Liga erhält einen Sockelbetrag von 7,3 Millionen Euro. Dazu kommen Zahlungen aus zwei Fünfjahreswertungen (nur für die 2. Liga, die andere durchgängig für Bundesliga und 2. Liga), aus einer Zehnjahreswertung sowie für die Ausbildung und den Einsatz von Talenten; bewertet wird auch das Interesse der Fans an den jeweiligen Vereinen auf Basis der Zuschauerzahlen. Von den internationalen Vermarktungserlösen, die jedem Bundesligaverein mindestens gut drei Millionen Euro garantieren, ist die 2. Liga ausgeschlossen.

Rainer Franzke